Friedensmuseum

Friedensmuseum in Hiroshima

Absolut sehenswert!

Das Friedensmuseum bzw. Friedensgedenkmuseum (平和記念資料館, Heiwa Kinen Shiryōkan) in Hiroshima ist ein ganz besonderes Museum. Ich gebe zu, dass ich mich sehr für Kunst interessiere und durchaus für Kunstmuseen zu haben bin. Geschichtlich bin ich aber leider eine absolute Niete.

Ich bin zwar sehr am heutigen, wie am damaligen Weltgeschehen interessiert, aber Jahreszahlen kann ich mir einfach nicht merken. Und die Verknüpfungen zwischen sich parallel ereignenden Geschehen gelingt mir auch nur äußerst selten.

Das hat leider zur Folge, dass mich vor allen Dingen Museen, die mit einem geschichtlichen Aspekt (bspw. einem Abriss der röm. Geschichte) angelegt sind, eher langweilen. Auch wenn die Geschehnisse und Themen ja keinesfalls uninteressant sind!!!

 

Hiroshima Memorial Peace Museum: Im Zeichen des Friedens

 

Das Museum der anderen ART

Das Friedensmuseum von Hiroshima ist da ganz anders. Mir war es damals – insbesondere nach der Katastrophe um Fukushima – ein wichtiges Anliegen dieses Museum zu besuchen. Ich hätte sogar in Kauf genommen, mich durch viele schwere Geschichtstexte kämpfen zu müssen.

Das 1955 eröffnete Museum ist jedoch ganz anders. Es legt sehr viel Wert auf den Einsatz verschiedenster Medien. Es erzählt die Geschichte um den Atombombenabwurf von Hiroshima bis ins kleinste Detail.

Dadurch vergisst man zunächst, dass es sich um ein Friedensmuseum handelt, wird aber recht schnell wieder daran erinnert.

Es zählt die Nachwirkungen und auch die Spätfolgen der atomaren Strahlung sowie der durch die Bombe verursachten Schäden auf und kritisiert den Militärismus im Allgemeinen.

 

Hiroshima Memorial Peace Museum: Im Zeichen des Friedens

 

Die Wirkung

Die genutzten Medien sind darüber hinaus sehr vielfältig. Von Schaumodellen, erklärenden Tonbandaufnahmen über Videoaufnahmen und vor allen Dingen originalen Tonaufnahmen. Die Ausstellung geht einem wirklich unter die Haut.

Ich habe viele Menschen gesehen, die im Anschluss an die Ausstellung erst einmal auf die Toilette verschwunden sind und auch viele Kinder, die weinend von ihren Eltern hinausgetragen wurden.

Die Ausstellung ist ganz surreal – erschreckend und bewegend auf der einen und unglaublich interessant auf der anderen Seite. Ihr solltet euch das Museum wirklich nicht entgehen lassen, wenn ihr in Hiroshima seid.

Der Eintritt beträgt 200 Yen (ca. 1,5 EUR) und ist damit recht preiswert.

Das Museum findet ihr hier:

Hiroshima Peace Memorial Museum
1-2 Nakajimacho Naka Ward
Hiroshima 730-0811, Japan

 

Hiroshima Memorial Peace Museum: Im Zeichen des Friedens

 

Hiroshima Memorial Peace Museum: Im Zeichen des Friedens

 

Übrigens…
Zu dem von Kenzo Tange konstruierten Friedensmuseum gehört auch ein Friedensgedenkpark. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Museum und wurde als Zeichen des Friedens und in Gedenken an die Opfer des Atombombenabwurfs angelegt.

Ebenfalls sehr beeindruckend, da man das Gefühl hat, dieses Ereignis sei hier noch sehr präsent. Überall stolpert man über kleine Gedenkstätten.

Ausserdem bietet sich im Anschluss an das Friedensmuseum ein Besuch beim Atombombendom an, dessen Anblick mir damals richtig unter die Haut gegangen ist.

 

Das Friedensmuseum in Bildern

 

 

Solltest du noch ein paar Infos benötigen, kann ich dir folgende Reiseführer ans Herz legen. Besonders der von LonelyPlanet* ist wunderschön und ganz großartig aufbereitet.

 

Hi, ich bin Kathi und bin reisesüchtig. Fremde Kulturen faszinieren mich genauso sehr wie die Sprachen, Bräuche und Sitten anderer Länder. Auf Kulturtänzer zeige ich dir, welche Orte du besucht, welche Speisen du probiert und welche Feste du gefeiert haben musst.

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