Ginkaku-ji – Der Silberne Tempel der eigentlich keiner ist

Ginkaku-ji - Warum der Silberne Tempel eigentlich keiner ist
Ginkaku-ji – Der Silberne Tempel der eigentlich keiner ist

Der Silberne Pavillon

Der Kinkaku-ji (金閣寺) und der Ginkaku-ji (銀閣寺) werden oftmals in einem Atemzug genannt. Der weitaus bekanntere Tempel ist jedoch der Kinkaku-ji. Dabei ist sein Pendant, der Silberne Pavillon, ebenfalls sehr sehenswert.

 

Das Eingangstor des Ginkaku-ji
Das Eingangstor

 

Schmuckloser Tempel oder versteckte Schönheit?

Das Silber sucht man beim Ginkaku-ji allerdings vergebens. Genau wie beim Kinkaku-ji war der Bau vor seiner Funktion als buddhistisches Tempelgebäude, als Residenz eines Shoguns gedacht. Dieser starb jedoch noch vor der Fertigstellung des Gebäudes, wodurch es nie mit Blattsilber überzogen wurde.

Bereits hinter dem Eingangstor beginnt der Kare-sansui, der sog. Trockengarten. Darunter versteht man einen Garten, bei dem das Wasser in abstrakter Weise durch Sand und Steine dargestellt werden. Der Garten, auch „See des Silbersandes“ (gishadan, 銀沙灘) genannt, verfügt über einen Sandkegel, den man „Mondschauplattform“ (kōgetsudai, 向月台) nennt.

An den Garten grenzt die Haupthalle (hondo), die man jedoch nicht betreten darf. Ihre Schiebetüren (fusuma) sind mit detailierten Gemälden verziert.

Dahinter befinden sich der Tōgu-dō (東求堂), ein frühes Studierzimmer, sowie der Pavillon, der ein eher schmuckloses, zweistöckiges Gebäude ist. Genau wie der Kinkaku-ji, weist auch der silberne Pavillon gebogene Fenster auf, die im Stil der chinesischen Zen-Architektur gehalten sind.

 

Der Ginkaku-ji
Der erste Blick auf den Tempel.

 

Der Trockengarten des Ginkaku-ji
Gishadan und Kōgetsudai (向月台, „Mondschauplattform“)

 

Der Trockengarten des Ginkaku-ji
Gishadan (銀沙灘), der „See des Silbersandes“

 

Togu-do

 

Großes Tempelgelände

Abgesehen von dem Karesansui und dem Pavillon zeichnet sich das Areal durch einen angrenzenden Moosgarten, die Kaiservilla Shugaku-in und drei weitere Tempel aus. Das Areal verfügt außerdem über Teiche mit Inseln und diversen Brücken auch kleine Bäche und verschiedene Pflanzen.

Der Pfad führt hinter den Gebäuden der Tempelanlage einen kleinen Berg hinauf, von wo aus man einen großartigen Blick über das Areal sowie die dahinter liegende Stadt hat.

Der Garten des Ginkaku-ji ist einfach atemberaubend und auch wenn das Gebäude selbst nicht so schmuckvoll und pompös ist wie das seines goldenen Pendants, so solltest du dir dieses traumhafte Areal auf keinen Fall entgehen lassen.

Der Eintritt kostet 500 Yen (ca. 4,00 EUR).

 

Blick über die Tempelanlage des Ginkaku-ji
Blick über die Tempelanlage des Ginkaku-ji

 

Weitere Impressionen

 

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Der Ginkaku-ji

 

Hi, ich bin Kathi und bin reisesüchtig. Fremde Kulturen faszinieren mich genauso sehr wie die Sprachen, Bräuche und Sitten anderer Länder. Auf Kulturtänzer zeige ich dir, welche Orte du besucht, welche Speisen du probiert und welche Feste du gefeiert haben musst.

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