Hachikō – Der Inbegriff der Treue

Hachiko Statue in Shibuya, Tokyo
Die Geschichte des treuesten Hundes

Hachiko ist der Inbegriff von Treue

Spätestens seitdem Richard Gere 2009 in der Neuverfilmung „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ von Lasse Hallström die Hauptrolle spielte, ist die Geschichte um den treuesten Hund Japans allen bekannt.

Hachikō - Inbegriff der Treue

To make a long story short…

Hachikō (ハチ公) lebt Anfang des 20. Jahrhunderts in der japanischen Präfektur Akita. Der Universitätsprofessor UENO Hidesaburō holt ihn mit zu sich nach Tōkyō und nimmt ihn bei sich auf.

Der Hund wiederum holt sein Herrchen jeden Tag vom Bahnhof Shibuya (Stadtteil Tōkyōs) ab, um mit ihm zusammen nach Hause zu gehen.

Eines Tages jedoch stirbt der Professor an einer Hirnblutung im Vorlesungssaal.

Als seine Frau kurz darauf aus Tōkyō wegzieht, gibt sie den Hund zu Verwandten. Schnell reißt Hachikō jedoch von dort aus und kommt von nun an wieder jeden Tag zum Bahnhof Shibuya, wo er bis zum Schluss auf sein Herrchen wartete.

Ein Jahr vor seinem Tod, wird ihm sogar ein Denkmal gesetzt. Bis heute kann man die im Jahre 1935 errichtete  Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs Shibuya bewundern und Hachikō Tribut zollen.
 

Übrigens… Auch am Bahnhof von Ōdate, Hachikōs Geburtsstadt steht heute eine Hundestatue zu Hachikōs Ehren.

 

Hachikō - Inbegriff der Treue

 

Und heute…

… ist die Statue ein beliebter Treffpunkt. Direkt an der weltberühmten, großen Straßenkreuzung Shibuyas steht die kleine Bronzestatue.

Durch die Einschmelzung der Statue im zweiten Weltkrieg handelt es sich bei der heutigen Version leider nicht mehr um die Originalstatue. Sehenswert ist sie jedoch allemal.

Ich besuche sie jedenfalls bei jedem Aufenthalt in Tōkyō.

 

Tipp!

Hachikōs Körper wurde nach seinem Tod präpariert und im Kokuritsu Kagaku Hakubutsukan (国立科学博物館 – Museum of Nature and Science) ausgestellt.

Wem das etwas zu makaber ist, dem empfehle ich die Originalverfilmung „Hachikō Monogatari“ (ハチ公物語) von Kōyama Seijirō. Eine sehr schöne schwarz-weiß Verfilmung von Hachikōs Geschichte.

 

Seit dem 08. März 2015, also genau 90 Jahre nach dem Tod des Hundes, wurde in Tōkyō eine neue Statue enthüllt. Auf dem Campus der Agrarwissenschaften der Universität Tōkyō wurde die neue Bronzestatue aufgestellt. Sie zeigt, das freudige Wiedersehen zwischen dem treuen Hachikō und seinem Herrchen Prof. Hidesaburo Ueno. Als ehemaliger Angestellter der Universität Tōkyō wird Professor Ueno somit ebenfalls ein Denkmal gewidmet.

 

© The Japan Times 2015

 

 

Infotipp

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Hi, ich bin Kathi und bin reisesüchtig. Fremde Kulturen faszinieren mich genauso sehr wie die Sprachen, Bräuche und Sitten anderer Länder. Auf Kulturtänzer zeige ich dir, welche Orte du besucht, welche Speisen du probiert und welche Feste du gefeiert haben musst.

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