Ein langer Weg zur Bar

Cocktails in der Ice-Bar in London

Eiswände, Eismöbel und eisige Finger

Das ist der längste Weg, den ich für meinen Feierabend-Cocktail je zurückgelegt habe.“ sage ich, als meine Freundin und ich uns mit Cape und Handschuhen, den ersten Schluck aus unseren Cocktailgläsern genehmigen. Cocktailgläser? Nein, nein – Eisgefäße. 🙂

Bereits vor unserem Aufbruch nach London war klar: Wir wollen einmal in eine IceBar. Warum also nicht direkt die in London besuchen? Gesagt, getan.

Um Reservierung wird gebeten.

Man muss allerdings vorher reservieren. Ein spontaner Besuch ist also eher nicht drin. Gerade am Wochenende ist die Chance groß, dass die Bar ausgebucht ist.

Doch mit der Reservierung allein ist es nicht getan. Im Anschluss daran, bezahlt man seinen künftigen Besuch auch direkt und wird dazu angehalten eine Viertelstunde vor der reservierten Zeit einzutreffen. Jeder Besuch ist mit einem „kostenlosen Cocktail“ verbunden. Eigentlich zahlt man also nicht nur seinen Eintritt im Voraus, sondern auch sein erstes Getränk.

Sollte man den Besuch der IceBar also aus irgendeinem Grund nicht einhalten können, bleibt man auf seinen Kosten sitzen.

Schafft man es jedoch seinen Termin einzuhalten, bekommt man einen Coupon (für den künftigen Cocktail) und stellt sich in die Einlassschlange. Während man wartet, hat man genügend Zeit die Getränkekarte zu studieren und sich für einen Cocktail zu entscheiden.

Ice Bar London

Lage

Die angesagte Location liegt etwas versteckt in der „Heddon Street“ – einer Art Sackgasse. Die kleine Gasse ist von der große Regent Street zu erreichen und fällt fast gar nicht auf. Was aber auffällt, sind die vielen angetrunkenen Briten, die uns auf dem Weg zur Bar schwankend entgegen kommen.

Es ist Freitagabend, 23:00 Uhr und die Menschen feiern das beginnende Wochenende.

On-time

Pünktlich um 23 Uhr, werden die ersten Gäste unseres Schwungs herein gewunken. Nach und nach bekommen die Gäste von den Türstehern ein blaues Cape übergeworfen, welches zumindest ein wenig warm halten soll. Hinzu kommen noch Handschuhe, die einem den späteren Umgang mit den Getränken nicht gerade erleichtern sollen.

Wohl temperiert

Als Blau-käppchen betreten alle nach und nach die eisigen 4 Wände der IceBar. Die Wände, die Möbel und sogar die „Gläser“ bestehen aus Eis.

Die kühle Luft, welche die Bar auf die entsprechende Temperatur herunterkühlt, kommt von den äußeren Wänden. Aus der gleichen Richtung dröhnt laute Dance-Musik in den Raum und die bunten Scheinwerfer lassen die Bar in den angesagtesten Farben erstrahlen.

Eigentlich könnte man sich zu der Musik warm tanzen, aber leider ist kaum Platz in dem kleinen Raum. Dann muss eben da Getränk von innen wärmen. Da dieses in einem ice cube serviert wird, ist zumindest der Cocktail immer angenehm kühl und bleibt damit auf idealer Trinktemperatur.

Wer mit seinem kostenlosen Cocktail noch nicht genug hat, kann sich für 6 – 10 £ einen weiteren gönnen. Wir verzichten jedoch und wärmen uns auf Londons normal temperierten Straßen wieder ein wenig auf.

Ice Bar London

Fazit:
Das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Zugegebenermaßen ist es kein Besuch, den man sich jeden Freitagabend erlauben sollte. Dennoch ist es ganz lustig, es einmal mitgemacht zu haben.

Durch den Countdown, der an der Wand die noch verbleibende Zeit herunter zählt fühlt man sich zunächst zwar etwas unter Druck gesetzt, letztendlich reichen 45 Minuten in der eiskalten Bar jedoch vollkommen aus.

Hi, ich bin Kathi und bin reisesüchtig. Fremde Kulturen faszinieren mich genauso sehr wie die Sprachen, Bräuche und Sitten anderer Länder. Auf Kulturtänzer zeige ich dir, welche Orte du besucht, welche Speisen du probiert und welche Feste du gefeiert haben musst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.