Skifahren mal anders

Skifahren in den Pyrenäen
Skifahren mal anders

Sicherung der Grundversorgung

Zentralgebirge der Pyrenäen
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Die Alpen, mit bekannten und gut befahrbaren Pisten, suchen jährlich zahlreiche Menschen unterschiedlichster Nationalitäten die Skipisten entlang der deutsch-österreichischen Grenze, oder auch die Schweizer Pisten auf, um sich ihrem Lieblingssport in der kalten Jahreszeit zu widmen. Aber habt ihr euch schon mal überlegt, wie es wäre ein wenig über dem deutschsprachigen Tellerrand zu blicken? Denn auf europäischen Boden findet ihr ein Skigebiet, das mindestens genauso faszinierend ist, wie die Alpen. Es ist die Rede von dem gewaltigen felsigen Massiv der Pyrenäen.

 

Allgemeine Informationen


Der Gebirgszug erstreckt sich auf insgesamt drei Ländern und 450 km. Zwischen Spanien und Frankreich angefangen, vom Atlantik zum Mittelmeer. Mittendrin befindet sich zusätzlich der kleine Zwergstaat Andorra.

So zählen folgende französische Provinzen zu diesem Gebirgskomplex: Aquitaine, das Département Pyrénées-Atlantiques wie auch der Midi-Pyrenées am Atlantik, Haute-Garonne, Ariège, Hautes-Pyrénées und Languedoc-Roussillon im Zentrum und das Département Pyrénées-Orientales am Mittelmeer. So vielfältig die administratorisch unterteilten Regionen der Pyrenäen sind, so verhält es sich auch mit der sprachlichen Vielfalt. Spanisch, wie Castellano, Baskisch oder Katalanisch, Französisch, wie auch die Sprachen der Andorraner sind auf dem gesamten Gebiet vertreten.

Der Gebirgszug der Pyrenäen im Dreiländereck Andorra-Frankreich-Spanien bestehen größtenteils aus Granit und bieten mit mehr als 200 Dreitausendern und dem höchsten europäischen Kalksteinberg, dem Monte Perdido auf 3355 m N.N besonders in der winterlichen kalten Jahreszeit optimale Bedingungen zum Snowboarden, Skifahren oder gar zum Rodeln – inmitten einer guten Infrastruktur und mit einer vielfältigen Küche.

 

Wintersportspass für die ganze Familie
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Die pyrenäischen Skigebiete


Das komplette Areal der Pyrenäen teilt sich in das französische, spanische und andorranische Skigebiete, wie Baqueira-Beret, La Pierre Saint-Martin in Frankreich oder das Grandvalira in Andorra auf.

Alle Snowboarder aufgepasst! – Was haltet ihr davon, inmitten einer atemberaubenden Bergkulisse mit mehreren Dreitausendern in eurer sportlichen Leidenschaft aufzublühen? Südwestlich von Toulouse liegend, bietet das Skigebiet von Peyragudes 60 km lange Pisten und ist somit eines der größten Skigebiete der französischen Pyrenäen.

Familien mit Kindern wie auch Extremsportler können sich hier dem Schneespaß hingeben. Ein wahres Paradies bietet es darüber hinaus auch für Snowboarder und Freestyler. Alternativ zu dem herausfordernden Sportarten können auch diejenigen, die es ein wenig seichter haben wollen, aber nicht auf ihren Schneesport verzichten wollen, Hundeschlittenrennen, Tandemflüge oder Schneeschuhwanderungen unternehmen.

Aber auch für Familien mit Kindern ist viel geboten. In dem größten Skigebiet Frankreichs Le Domaine du Tourmalet-La Mongie-Barèges finden die Schneesportbegeisterten auf 100 km und dem 2115m N.N Berg Col du Tourmalet, der im Sommer einen Etappenteil der Tour de France ausmacht, oder dem Pic du Midi de Bigorre auf 2877m, vollkommenen Skispass. Für die Kleinen ist mit den Skischulen vor Ort auch gesorgt. Ein anderes Gebiet, dass sicherlich die ganze Familie erfreuen wird, ist das sonnige Skigebiet der La Pierre Saint-Martin, in der Nähe der winterlichen Arette. Gut zu erreichen vom spanischen Pamplona und den französischen Pau, bietet dieses Winterareal auf 25km und in einer Höhe von 2150m, umgeben von knorrigen Bergkiefern, breite sonnige Abfahrten jeglichem Schwierigkeitsgrades. Hier ist insbesondere für die lieben Kleinen mit einem Miniclub oder – man lese und staune – einem Schneekindergarten gesorgt.

 

Grandvalira ski resort Andorra
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Besondere Skigebiete


Ein Skigebiet der französischen Pyrenäen sollte man besser nicht ausser Acht lassen: Das Baqueira-Beret im Herzen der Pyrenäen und bekannt als das Paradies der Wintersportler. Vollkommen abgeschieden Richtung Frankreichs Norden ist das Maladeta-Massiv mitsamt des höchsten Berges der Pyrenäen auf 3404m, der Berg Pico Aneto. Romantische Kirchen und majestätisch ragende kleine Ortschaften mit kalksteinigen Granithäusern, liegt Baqueira auf 1500 Metern und lädt seit mehr als 30 Jahren Skifahrer zu seinem facettenreichen Skigebiet mit 104km Pisten und 72 Abfahrten ein. Die Pisten könnt ihr aufgrund ihrer Ausrichtung nach Norden bis mindestens Ende April nutzen.

Das vorher genannte ist aber nichts im Vergleich zu dem Skifahren in Andorra. Grandvalira, das größte der fünf andorranischen Skigebiete und der Pyrenäen zählt mindestens 65 Gipfel von über 2000m Höhe, davon die höchste bei 2942m namens Coma Pedrosa und der niedrigste Punkt mit nur 840m. Andorra selbst zieht während der Wintermonate zahlreiche Besucher an, vor allem Spanier, Franzosen und Andorraner, die in Grandvalira auf 205km Pisten jeglicher Schwierigkeitsgrade, 57 Liftanlagen und 4 Arealen dem Freestyle-Wintersport hingeben. Das klingt doch nach Musik in den Ohren der Wintersportliebhaber, oder?

Das Klima und die Schneebedingungen sollten dabei auch kein Hindernis darstellen, da sich Andorra auf demselben Breitengrad wie Rom befindet und man daher mit 300 Sonnentagen im Jahr rechnen kann. Bereits im November ist mit Schnee zu rechnen. Dieser hält ein halbes Jahr bis April, gelegentlich auch bis Mai. Schneehungrige Menschen aus unterschiedlichsten Ländern kommen nur zu gerne in dieses Skigebiet, denn es stehen diverse Lifte und Kabinenbahnen, wie Sessel- und Schlepplifte für die Menschenmassen zur Verfügung.

 

Pyrenaeen
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Zusatz zur Gastronomie und Freizeit

Auch die anderen Pisten in Andorra liegen günstig Nahe der geschäftigen Metropole Andorra la Vella, von wo aus ihr die Skigebiete Ordino/Arcails, La Rabassa, Pas de la Casa/Grau Roig oder Soldeu el Tarter gut erreichen könnt.

Natürlich ist der Schneespass nicht alles. Andorra, wie auch die französischen Gebiete laden ihre Gäste neben den sportlichen Anstrengungen zu entspannenden Oasen ein, wo ihr die Anstrengungen des Tages hinter euch lassen und die Muskeln lockern könnt. Oder ihr genießt die köstliche andorranische Küche mit Gerichten, wie Trinxat, Coques, Coca Masegada oder Tupi – um nur ein paar kulinarische Spezialitäten zu nennen. Nach einer guten Stärkung geht es bei Dämmerlicht auf die stimmungsvollen Aprés-Ski-Partys. Unter diesen ist vor allem Soldeu mit der Terrasse des “Gall de Bosc” besonders beim jüngeren Publikum sehr beliebt.

Was haltet ihr von dieser Alternative?

Dieser Gastartikel stammt von Konstanze von wirwollenreisen.de. Weitere interessante Artikel über Frankreich, Spanien, Italien und viele, viele andere, wunderbare Orte auf dieser Welt findet ihr in ihrem Reiseblog. Lest doch mal rein.

 

Hi, ich bin Kathi und bin reisesüchtig. Fremde Kulturen faszinieren mich genauso sehr wie die Sprachen, Bräuche und Sitten anderer Länder. Auf Kulturtänzer zeige ich dir, welche Orte du besucht, welche Speisen du probiert und welche Feste du gefeiert haben musst.

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