Bad Saarow – Auszeit am Scharmützelsee

Auszeit am Scharmützelsee
Bad Saarow

Auszeit am Scharmützelsee

Manchmal nimmt uns der Alltag komplett in Anspruch. Unsere Terminplaner sind voll und wir sind gestresst. Oft merken wir gar nicht, wieviel wir leisten – und wenn doch, dann erst wenn es zu spät ist. Sich regelmäßige Auszeiten zu gönnen ist daher äußerst wichtig. Egal, ob du dann faul auf dem Sofa liegst, dich mit Freunden triffst oder einfach raus in die Natur fährst – schaffe dir deine Ruheoasen.

 

Am Scharmützelsee

 

Gewonnen?!

Eine gute Autostunde von Berlin entfernt, wollten wir es uns einen Tag lang gutgehen lassen. Über Secret Escapes buchten wir eine Nacht im a-ja Resort im brandenburgischen Bad Saarow. Für einen ziemlich guten Preis enthielt unsere Buchung nicht nur die Übernachtung, sondern auch die Nutzung des Spa-Bereichs sowie ein Abendessen und ein Frühstück.

Keine zwei Tage nach der Buchungsbestätigung flatterte eine weitere Nachricht in mein digitales Postfach. Wir hatten ein Upgrade gewonnen, welches uns eine Übernachtung im A-Rosa Resort Scharmützelsee ermöglichte.

Erste Recherchen ergaben schnell, dass eine normale Übernachtung hier locker das dreifache von dem kosten würden, was wir bezahlt hatten. Dementsprechend hatten wir natürlich nichts gegen die Hochstufung und freuten uns auf das Resort. Herzlichen Glückwunsch!

 

Eis

 

Bad Saarow

Etwa 70 km südöstlich und von Berlin liegt Bad Saarow. Ein Ort, der sich besonders durch seine waldreiche Landschaft auszeichnet. Bekannt wurde der Ort in Brandenburg jedoch für seine Thermalsole- und Moorheilbäder und ist heute ein beliebter Kurort.

Bad Saarow liegt direkt am Scharmützelsee, eingebettet in viel Natur; umgeben von vielen Grünflächen und Wäldern. Ideal für eine kleine Auszeit von der Stadt.

 

 

Das Resort

Bereits als wir die Auffahrt des Resort entlangfahren merke ich, wie mir das Geld aus den Taschen rinnt. Nur die bekanntesten Automarken sind auf dem Parkplatz vertreten und dementsprechend ist auch das Klientel.

Plötzlich komme ich mir mit meiner Jeans und dem alten Pulli ein wenig underdressed vor. Ich dachte eben, dass der Entspannungstag bereits mit der Wahl lässiger Kleidung anfangen würde und war nicht darauf gefasst gewesen, dass ich mich dafür hätte aufstylen müssen.

Gnädigerweise lies man uns trotzdem passieren und wir konnten bereits zwei Stunden vor offiziellem Check-In unser Zimmer beziehen. Es ist ziemlich groß und bietet alles, was man eben so braucht.

 

Das A-ROSA Resort

 

Schnell zieht es uns aber nach draußen. Auch wenn es Ende Februar mit knapp 4 Grad noch recht kalt ist, wollen wir die nähere Umgebung ein wenig erkunden. Das Resort liegt unmittelbar am Scharmützelsee und bietet daher ein atemberaubendes wie ziemlich romantisches Panorama aufs Wasser.

Wenn es wärmer ist, wimmelt es hier sicherlich von Booten, die man am vorangelagerten Bootsanlagepunkt festmachen kann. Am nahegelegnen Strand finden im Sommer sicherlich viele Grillparties und andere Feiern statt. Eine Lichterkette in den Bäumen – wohl ein Überbleibsel der vorangegangenen Saison – säumt den Weg entlang des Sees und lässt erahnen, wie weitläufig die Fläche dieser Feiern für gewöhnlich ist. Doch Ende Februar wirkt sie einsam und trostlos.

Auch der anliegende Golfplatz ist im Sommer wahrscheinlich sehr viel attraktiver und mehr besucht, als zu dieser Jahreszeit.

 

Boot auf dem Scharmützelsee

 

Richtig Abschalten will gelernt sein

Später am Nachmittag beschließen wir, den SPA-Bereich zu erkunden. Der 4.200 qm große Bereich bietet einen Innen- sowie Außenpool, einen Entspannungspool und diverse weitere Räume, die als Solarium, Sauna oder Anwendungsräume genutzt werden. Das besondere Highlight ist jedoch der Blick auf den Scharmützelsee, den man während einer Runde im Pool genießen kann.

Als wir den Spa-Bereich betreten müssen wir jedoch feststellen, dass alle Besucher, die sich im Sommer auf dem See oder dem Golfplatz befinden, nun im Spa tummeln. Zwar gehören die letzten beiden freien Liegen uns, entspannen kann man sich bei der Geräuschkulisse jedoch wenig. Wer entspannen will, muss eben eine Anwendung (bspw. eine Massage) buchen, oder in den Relax-Pool gehen. Hier wird um absolute Ruhe gebeten, weshalb sich hier auch nur äußerst wenige Besucher aufhalten.

Diese Entdeckung lässt mich hoffen und ich bestelle mir einen alkoholfreien Cocktail (es soll ja auch gesund sein), um meinem Gemüt weiterhin die Entspannung zu bieten, die es an diesem Tag erwartet.

Schnell merke ich, dass mir absolutes Nichtstun nicht liegt und so geht es nach knapp zwei Stunden zurück aufs Zimmer.

 

Bad Saarow

 

Schlemmen nach Lust und Laune

Kaum dort angekommen, heißt es auch schon wieder Abendessenszeit. Wunderbar, denn ich habe einen Bärenhunger und so schöpfen wir das reichhaltige Buffet aus so gut es geht. Hier ist für jeden etwas dabei. Egal, ob Fisch- oder Fleischfreund, fleischlos oder ganz vegan. Hier muss keiner verhungern.

Anschließend lassen wir uns in unser ziemlich breites Kingsize Bett fallen und gleiten langsam in den Schlaf.

So begeistert ich vom Abendessen war, so enttäuschter bin ich vom Frühstück. Unglaublich zwar, dass ich nach der Völlerei des Vortags schon wieder Hunger empfinde, aber auf ein gutes Frühstück hätte ich mich gerne eingelassen. Ich habe eigentlich keine großen Ansprüche und die große Auswahl an unterschiedlichen Speisen ist zwar nett, nutzt aber niemandem etwas, wenn die Milchprodukte zu lange liegen. Dem Käse und der Joghurt waren eindeutig zu lange draussen und dadurch nicht mehr wirklich genießbar. Schade, denn mit weniger Auswahl, dafür regelmäßigerer Bestückung in kleineren Mengen, hätte das ein schöner Start in den Tag werden können.

Am Ende verlassen wir das Resort mit gemischten Gefühlen. Wir konnten zwar gut abschalten, sind aber auch ganz froh, nicht unbedingt den regulären Übernachtungspreis bezahlt zu haben.

Mein Fazit ist daher, dass ich zukünftig lieber zuhause entspanne und mir hier und da mal eine Massage gönne, anstatt direkt in ein Resort zu fahren, um nach einer erheblichen Fahrtstrecke am Ende vielleicht nicht komplett entspannt zurückzukehren.

Als kleine Auszeit von der gewohnten Umgebung tat es jedoch unheimlich gut.

 

Kleine Auszeit in Bildern