11 Orte in Köln, die du besucht haben musst

11 Orte in Köln, die du besucht haben solltest

11 Orte in Köln, die du besucht haben musst

Bekannte und weniger bekannte Ecken Kölns

Als Kölnerin hab ich natürlich ein ganz anderes Bild von Köln, als die meisten anderen Menschen. Dennoch finde ich, dass meine Heimatstadt unglaublich liebenswert ist. Daher finde ich, dass es ein paar Orte gibt, die du bei deinem nächsten Kölnbesuch, unbedingt besucht haben solltest. Welche das sind, verrate ich dir im nachfolgenden Beitrag.

1. Kölner Dom

Die Kölner lieben ihren Dom. Die meisten denken jedoch, dass wir unsere Kathedrale unglaublich schön finden würden und halten uns deswegen für etwas verrückt. Gegen zweiteres ist auch gar nichts einzuwenden, aber wirklich schön, finden wir ihn nicht – oder zumindest nicht jeder.

Der Dom ist eine ewige Baustelle und verschlingt Unmengen an Geld. Dennoch ist es das Wahrzeichen unserer Stadt und ein wichtiger Teil des Stadtbildes.

Der Kölner Dom symbolisiert unsere Stadt und wenn wir aus der Bahn steigen und er eines der ersten Dinge ist, die wir sehen, dann sind wir Zuhause.

Der Dom hat eine lange Geschichte und hat sogar den Krieg überstanden – auch wenn er in dieser Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Offiziell wurde das Bauprojekt dieser römisch-katholische Kirche im 13 Jahrhundert begonnen, aufgrund zahlreicher Baustopps jedoch erst im 19. Jahrhundert fertiggestellt.

Mit rund 157,38 Metern ist er die zweitgrößte Kirche Europas und die drittgrößte der Welt. Allein dadurch ist sie selbstverständlich durchaus sehenswert. Dennoch ist sie einfach so viel mehr, als eine einfache Kirche. 😉

Blick auf den Kölner Dom

2. Kölsche Brauerei

Kölsch gehört zu Köln wie der Dom. Das beste Kölsch bekommst du frisch gezapft aus den Kölner Brauhäusern. Ob es jedoch das Gaffel, das früh, das Päffgen oder ein anderes ist, ist eigentlich egal – auch wenn es bei den Kölnern darüber so einige Diskussionen gibt.

Abgesehen vom Kölsch, das überall in Köln in dünnen 0,2- oder 0,4-Liter-Gläsern serviert wird, die von uns liebevoll Reagenzgläser genannt werden, ist die Stimmung in einem Brauhaus auch eine ganz besondere. Das Essen ist deftig und der Köbes, wie der Kellner hier genannt wird, unfreundlich. Ja, du hast richtig gelesen: unfreundlich. Der Köbes ist generell etwas ruppig und barsch. Aber mach dir keine Sorgen, das gehört einfach dazu. Wenn man sich darauf einlässt, kann es sogar ganz großartig sein. Immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen, macht er deinen Brauereiaufenthalt zu einem echten Erlebnis.

Und ja, auch wir Kölner gehen ins Brauhaus. Nicht immer und öfter, wenn Besuch von Außerhalb da ist, aber prinzipiell ist es nicht nur etwas für Touristen.

3. Rheinpromenade

Die Kölner Rheinpromenade gehört meiner Meinung nach zu der schönsten im Rheinland. Besonders im Sommer, wenn die vielen Restaurants und Cafés in der Altstadt ihre Tische und Stühle auch draußen eindecken und man bei einem kühlen Kölsch auf den Rhein gucken kann, ist die Rheinpromenade einfach wundervoll. Ich liebe es, die Menschen zu beobachten und die Altstadt-Atmosphäre auf mich wirken zu lassen.

Rheinuferpromenade in Köln

4. Hohenzollernbrücke

Die Hohenzollernbrücke ist eine der Kölner Brücken, die über den Rhein führen. Ursprünglich war es eine dreispurige Brücke, wovon zwei Spuren für den Bahnverkehr und eine für den Autoverkehr gedacht waren. Nach dem Krieg wurde die zerstörte Brücke jedoch nur mit zwei Eisenbahnspuren wieder aufgebaut und später um eine dritte ergänzt.

Doch das eigentlich sehenswerte sind hier die vielen Liebesschlösser. Die Paare, die hier ihre Schlösser aufhängen, sind angeblich für ihr Leben lang zusammen.

Mittlerweile sind es schätzungsweise 40.000 Schlösser, die mittlerweile ebenfalls zu Köln gehören, wie all ihre glücklichen Paare.

Meiner Meinung nach kann die Pont des Arts in Paris dagegen einpacken. Als ich die Pariser Fußgängerbrücke das erste Mal sah, war ich sogar etwas enttäuscht, denn in Köln hängen definitiv mehr Liebesschlösser. 😉

Hohenzollernbrücke in Köln

5. Melaten-Friedhof

Der Friedhof Melaten ist der Kölner Zentralfriedhof und liegt an der nördlichen Grenze des Stadtteils Lindenthal. Mit 435.000 m² ist er der größte Friedhof der Stadt. Abgesehen von seiner langen Geschichte, bietet er eine großartige Grünfläche, die zu zahlreichen Spaziergängen einlädt.

Ich mag den Friedhof, weil er so weitläufig ist und man Menschen hier einfach auch einmal aus dem Weg gehen kann. Durch die Aufgabe, die er nun einmal inne hat, herrscht hier selbstverständlich eine ganz andere Atmosphäre als in einem normalen Park. Dadurch wird der Melaten-Friedhof zu einem Ort, an dem man mitten in der Stadt auch einmal zur Ruhe kommen kann.

Melaten Friedhof

6. Aachener Weiher

Der Aachener Weiher ist einer meiner Lieblingsorte in Köln. Er liegt direkt am Ostasiatischen Museum und am Japanischen Kulturinstitut. Nur ein paar Häuser weiter befindet sich auch das Ostasiatische Institut, in dem ich studiert habe, weshalb ich mich hier natürlich auch sehr oft aufgehalten habe.

Der See liegt im inneren Grüngürtel Kölns und an ihn schließt sich nahtlos der Hiroshima-Nagasaki-Park an. Der wird besonders bei gutem Wetter oft und gerne dazu genutzt, sich mit Freunden zu treffen, zu picknicken, oder sich einfach nur die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

Mittlerweile gibt es hier sogar einen kleinen Biergarten, der immer gut und gerne besucht wird und besonders im Sommer immer sehr voll ist. Mir gefällt die Atmosphäre des kleinen Sees. Egal, ob du dich nach der Arbeit oder der Uni noch mit ein paar netten Menschen triffst, den Park für einen ausgiebigen Spaziergang mit deinem Hund, oder für eine gemütliche Joggingrunde nutzt, hier ist immer etwas los und trotzdem verliert der See nie seine Ruhe. Mich entspannt es hier zu sein, denn hier kann ich immer gut vom Großstadttrubel abschalten.

Aachener Weiher in Köln

7. Das Schokoladenmuseum

Als Kind war das Imhoff-Schokoladenmuseum mein absolutes Lieblingsmuseum. Es zeigt die 3.000-jährige Geschichte der Schokolade und wie Schokolade hergestellt wird. Am Ende der Ausstellung bekommt man einen Keks, den du in den großen Schokoladenbrunnen am Ende der Ausstellung tunken und so die Schokolade probieren kannst. (Mein Highlight! 🙂 )

Wenn dir die Schokolade geschmeckt hat, kannst du im Hauseigenen Café noch einen Kakao oder ein Stück Kuchen essen und den Blick auf den Rhein genießen.

Wenn dich andere Museen mehr interessieren findest du in Köln noch folgende Museum, auf die du ausweichen kannst:

  • Römisch-Germanisches Museum
  • Museum Ludwig
  • Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
  • Museum für Angewandte Kunst
  • Museum Schnütgen
  • Deutsches Sport & Olympia Museum
  • Rautenstrauch-Joest-Museum
  • Kölnisches Stadtmuseum
  • Käthe Kollwitz Museum
  • Museum für Ostasiatische Kunst

8. Rheinauhafen

An dieser Stelle möchte ich dir den Rheinauhafen ans Herz legen, der zum einen architektonisch äußerst sehenswert ist, zum anderen aber auch strukturell recht interessant ist. Die ehemalige Hafenanlage in der Kölner Südstadt wurde irgendwann zum Wohn-, Büro- und Gewerbegebiet erklärt. Bekannt wurde der Rheinauhafen nämlich durch seine drei großen Kranhäuser, die nun als Wohn- und Bürogebäude dienen.

Früher noch äußerst unattraktiv, ist der Rheinauhafen mittlerweile ein Ort mit Luxuswohnungen und durchaus beliebt. Besonders die Nähe zum Rhein lockt viele an. Infrastrukturell haben sich hier allerdings noch äußerst wenige Restaurants und Cafés angesiedelt. Vermutlich, weil die Miete zu hoch und die Laufkundschaft gering ist. Die Nähe zur Kölner Südstadt bietet überdies zunehmend Konkurrenz, weshalb sich so schnell wohl auch keine weiteren Restaurants ansiedeln werden. Dennoch findest du zwischen Industrieschick und modernem Bauwesen einige wirklich gute, wenn auch hochpreisige Lokalitäten.

Ich persönlich mag den Rheinauhafen aufgrund der Kranhäuser sehr gerne. Ich finde sie architektonisch sehr interessant und durchaus sehenswert. Hier weht immer ein vergleichsweise starker Wind, was den Rheinauhafen besonders im Sommer zu einem angenehmen Ort macht. 

Rheinauhafen in Köln

9. Kölner Rathaus

Zugegeben: das Rathaus in Köln ist keine Augenweide, wie das anderer Städte. Allerdings ist es das älteste Rathaus Deutschlands und so sieht es eben auch aus. Ich mag es unheimlich gerne, weil es für mich so typisch Kölsch ist: Alles wirkt irgendwie improvisiert und doch zusammengehörig - wie so vieles in Köln.

Den Turm des Gebäudes zieren Schutzheilige sowie bekannte Kölnerinnen und Kölner. Direkt am Historischen Bau angeschlossen, findest du die Rathauslaube, den Renaissance-Vorbau des Baumeisters Wilhelm Vernukken, der eigentlich so gar nicht zum restlichen Gebäude passt. Als Kind habe ich mich oft gefragt, wie dieser Bau wohl entstanden ist, weil er in meinen Augen höchst ungewöhnlich aussieht.

Lass es dir bei deiner Köln-Tour nicht entgehen, auch am Historischen Rathaus vorbeizuschauen.

10. Alter Markt und Altstadt

In unmittelbarer Nähe zum Historischen Rathaus befinden sich auch der Alter Markt und die Altstadt. Der Alter Markt ist der älteste Platz Kölns und galt damals als bevorzugtes Wohnviertel der Führungsschicht und als topografisches Zentrum der Stadt. 

Die Altstadt zeugt meiner Meinung nach von der Vielfalt und dem Einfallsreichtum Kölns. Während du überall in Köln alte und neue Häuser nebeneinander stehend vorfindest, hat man versucht die meisten alten Gebäude der Altstadt zu erhalten. Ich liebe es, durch die kleinen und (wirklich ziemlich) engen Gassen der Kölner Altstadt zu schlendern und immer wieder etwas Neues zu entdecken. Wenn du nach guten Fotomotiven suchst, wirst du hier fündig.

Ein Tipp: Die Rheinpromenade ist besonders im Sommer ein beliebter Treffpunkt (siehe oben). Kölner bringen sich ihre Getränke und ihr Essen selbst mit und setzen sich auf eine der Bänke oder Wiesen. Meide unbedingt die Restaurants in der Altstadt, da sie absolut überteuert sind.

Altstadt Köln

11. Kölner Seilbahn

Zu guter Letzt möchte ich dir noch eine Fahrt mit der Seilbahn ans Herz legen. Das ist zugegebenermaßen nicht typisch Kölsch, aber ich finde, dass du von hier aus einen schönen Blick über die Stadt bekommst. Die Kölner Seilbahn wird auch Rheinseilbahn genannt und führt mit ihren 935 Metern einmal quer über den Rhein.

Eine Fahrt kostet (einmalig) 4,80 EUR bzw. 7,00 EUR (Hin- und Rückfahrt). Kinder zwischen vier und zwölf Jahren zahlen nur in etwa die Hälfte. Für mehr Infos empfehle ich dir einen Blick auf die Webseite der Kölner Seilbahn.


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