Welcome to the USA

Über den Wolken...

New York - endlich gelandetNach einem 9-stündigen Flug betreten wir erstmals amerikanischen Boden und damit gleichzeitig unseren vierten Kontinent. Irgendwie komisch ist das Gefühl, das in mir aufkommt. Bereits beim Anflug konnte man erkennen, wie spektakulär unspektakulär die Planstädte Amerikas aussehen. Und trotzdem: es ist Amerika – ein ganz unbeschreibliches Gefühl.

Bereits vor der Passkontrolle werden wir eingehend davor gewarnt, dass es nicht gestattet ist, Mobilfunkgeräte oder Kameras zu benutzen. Die Passkontrolle selber ist ein riesiger Saal, der vielen hundert Menschen Platz bieten muss. Denn so viele sind es, die stündlich hier abgefertigt und durchgeschleust werden.

Mit genervter Ehrfurcht

Die ersten anderthalb Stunden waren noch von großer Ehrfurcht geprägt – man kennt ja die vielen Geschichten über die Sicherheitsvorkehrungen der USA – und unheimlich aufregend. Doch diese Aufregung verfliegt von Minute zu Minute mehr. Je länger der Zollbeamte braucht, umso genervter werden wir. Immerhin geht es an den meisten anderen Schaltern dreimal so schnell voran.

Müde und erschöpft, zwingen wir uns eins Lächeln und ein liebes Gesicht ab. Das wird schnell echt, als wir erkennen, dass der arme Zollbeamte, der ja alle 10 Minuten den gleichen Tätigkeitsablauf wiederholen muss, witzig sein kann. Ganz lässig scherzt er herum. Irgendwie abstrakt, denn er ist immer noch ein Zollbeamter, der seine Pistole im Holster trägt.

Gefragt werden die üblichen Fragen: Warum sind Sie hier? Wie lange bleiben Sie hier? Was haben Sie vor? Haben Sie schon einen Plan für Silvester? (Wait, what?)

 

So viel weiß

 

Schnelle Gepäckidentifizierung

Froh, endlich durch die Kontrolle zu sein, finden wir unsere Koffer einsam und verlasen am Paketband vor. Sie drehen als einzige noch ihre Runden auf dem Band. Ich bin nur froh, dass wir sie sofort finden und mitnehmen konnten und dass sie keiner aus versehen oder böswillig mitgenommen hat.

Da wir am „Newark Liberty International Airport“ in Newark, New Jersey gelandet sind, müssen wir nun nur noch irgendwie gut nach Manhattan kommen. Nach anfänglichem Chaos merken wir: es ist nicht viel anders als bei uns zu Hause. Ein AirTrain pendelt kostenlos zwischen den Flughafen-Terminals und der Zugstation des Flughafens hin und her. Überdies hätte man noch die Auswahl zwischen einem Bus, einem Shuttle-Taxi (eine Art Sammeltaxi) und dem herkömmlichen Taxi.

Uns erscheint die Bahn die kostengünstigste und schnellste Variante zu sein, also kaufen wir uns ein Ticket für den NJ Transit. In ca. 30 Minuten und in drei Stationen bringt einen der Zug von Newark zur New York Penn Station – Und das für 12.50 USD (ca. 10 EUR) pro Person.

Tipp: Genauere Informationen zum Flughafentransfer erfahrt ihr hier.

Los geht’s

Und schon befinden wir uns auf einer aufregenden Fahrt quer durch den Großraum New York. Der Zug hat sehr bewegliche Zwischenteile, sodass die Zugwagons nur aneinander gedockt sind. Mein Vertrauen in die amerikanischen Bahnen sinkt damit auf ein Minimum. Nach ca. 30 Minuten spuckt die Bahn tausende von Besuchern aus.

Die Penn Station in New York liegt wirklich mitten in der Stadt. Zwischen der 34. Straßen und der 7th Avenue, landet man unmittelbar vor Macy’s, dem großen Kaufhaus. Der Times Square und das Emire State Building sind von hier aus fußläufig erreichbar. Und die Menschenmassen sind einfach überwältigend.

 

Die Dicke Wolkenschicht

 

View from the hotel roomWo war noch gleich das Hotel?

Da die Bahnstationen keine leicht zu findenden Aufzüge haben, entschließen wir uns, mit unserem Gepäck zu Fuss zum Hotel zu gehen, anstatt die Koffer drei weitere Mal die Treppen der unterschiedlichsten Bahnstationen rauf- und herunterzuschleppen.

Außerdem bekommen wir so einen ersten Einblick in den vorweihnachtlichen Trubel der Menschen und bekommen ein erstes Gefühl für diese fantastische Stadt. Und es lohnt sich. Abgesehen vom Fahrrad, lässt sich vor allen Dingen zu Fuss besonders viel einer Stadt sehen.

Nachdem wir ca. einer halbe Stunde quer durch die Stadt gelaufen sind, kommen wir müde und erschöpft, aber überglücklich am Hotel an.
In den nächsten Tagen gilt es dann, die Stadt genauer zu erkunden. Stay tuned.

 

 

View from the hotel room

P.S. Auch der Zollbeamte konnte mir für Silvester keine guten Tipps geben. Ich halte neben Balldrop also weiter Ausschau, nach guten Unternehmungsmöglichkeiten zum Jahreswechsel.

 

Hi, ich bin Kathi und bin reisesüchtig. Fremde Kulturen faszinieren mich genauso sehr wie die Sprachen, Bräuche und Sitten anderer Länder. Auf Kulturtänzer zeige ich dir, welche Orte du besucht, welche Speisen du probiert und welche Feste du gefeiert haben musst.

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