Hogmanay in Edinburgh – So feierst du Silvester in Schottland

Hogmanay in Edinburgh – So feierst du Silvester in Schottland

Hogmanay in Edinburgh

So feierst du Silvester in Schottland

Seit einigen Jahren pflegen mein Lieblingsmensch und ich den Brauch, am Jahreswechsel nicht in Deutschland zu sein. In den vergangenen Jahren hat das mit einem Silvester in New York City und einem Besuch an Silvester in Paris ganz gut geklappt.

Dieses Mal wollten wir Silvester in der schottischen Hauptstadt Edinburgh feiern. Ich hatte im Vorfeld schon so viel davon gehört, dass ich es mir unbedingt einmal anschauen wollte. Mehrere Tage lang feierst man hier Hogmanay, den Jahreswechsel - gigantisch, oder?

Wie es war und warum auch du unbedingt einmal ein Silvester in Schottland verbringen solltest, verrate ich dir in diesem Artikel.

Zu Hogmanay in Edinburgh

Was ist Hogmanay?

Hogmanay bezeichnet den Abend des 31. Dezembers, also den Silvesterabend. Doch mittlerweile ist es mehr zu einem Synonym für die kompletten Silvesterfeierlichkeiten, die sich über mehrere Tage erstrecken.

Los geht es mit der Torchlight Procession am 30. Dezember, welche die Feierlichkeiten einleitet. Am Silvesterabend sowie am Neujahrstag finden dann diverse Feierlichkeiten statt, um das neue Jahr zu begrüßen.

In der schottischen Hauptstadt Edinburgh beispielsweise finden vom 30. Dezember bis zum 01. Januar verschiedene Parties und Events statt. Du kannst hier also drei Tage lang durchfeiern. Viele Schotten feiern übrigens noch bis zum 02. Januar weiter, da dies ein schottischer Nationalfeiertag ist.

Das Highlight ist jedoch das große Feuerwerk über dem Edinburgh Castle, mit dem das neue Jahr begrüßt wird.

Generell sind die Hogmanay-Events eher touristisch geprägt. Die Schotten feiern nach eigenen Aussagen meist etwas anders. (Dazu weiter unten etwas mehr.)

Torchlight Procession an Hogmanay in Edinburgh
Torchlight Procession an Hogmanay in Edinburgh

Was gibt es an Hogmanay zu sehen?

An und um den letzten Tag des Jahres gibt es einige Festivitäten, die du besuchen und das neue Jahr begrüßen kannst.

Die Hauptevents sind die Torchlight Procession, ein Fackelzug am 30. Dezember, der die Hogmanay-Feierlichkeiten einleitet. Bei dem nehmen für gewöhnlich 20.000 bis 40.000 Menschen teil, die alle eine Fackel tragen und so einen riesigen Strom aus Lichtern bilden.

Der Zug dauert ca. zwei Stunden und startet um ca. 7 Uhr abends. Du kannst sogar im Zug mitlaufen, musst dafür aber im Vorfeld ein Ticket kaufen und dich einige Stunden vor Zugbeginn bereithalten, um deine Fackel entgegenzunehmen.

Wir haben uns dafür entschieden, uns den Zug nur anzuschauen, was auch eine sehr schöne und entspannte Methode ist, am Event teilzunehmen.

Am 31. Dezember gibt es diverse Konzerte und Parties, die du besuchen kannst. Eines der Highlights ist die große Streetparty. Gekrönt wird der Tag von dem großen Feuerwerk über dem Edinburgh Castle.

 

Credit: @Edinburgh HD

Am 1. Januar wiederum findet der Loony Dook Dunk statt, ein sehr unkonventionelles und eher lustig gehaltenes Event. Am Morgen oder frühen Nachmittag treffen sich die Menschen - einige in aufwendigen oder lustigen Kostümen - um an einer kleinen Parade teilzunehmen und anschließend einen kurzen Tauchgang im Fluss zu nehmen. Es handelt sich dabei um den Fluss Forth South Queensferry, nördlich von Edinburgh.

Wenn du nach einem eher unkonventionellen, sowie traditionellen Event suchst, bist du hierbei genau richtig.

Beachte jedoch, dass du auch hierfür Tickets gibt, die schnell ausverkauft sind.

 

Credit: @Edinburgh's Hogmanay

Die Alternative zu den Hogmanay-Events

Ich habe mir sagen lassen, dass die meisten Schotten mit Freunden, Verwandten und Bekannten feiert. Meist trifft man sich bei einem Zuhause und isst und trinkt im Bekanntenkreis. Dabei sind die Schotten aber sehr aufgeschlossen und laden gerne Menschen dazu ein, mit Ihnen zu feiern. Solltest du eine solche Einladung erhalten, bring auf jeden Fall etwas zu trinken mit!

Aus diesem Grund stürmen die meisten bereits mittags die Supermärkte, um für den Abend gewappnet zu sein. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Geschäfte gegen Nachmittag etwas geplündert sind. Denke also daran, frühzeitig einzukaufen. ;)

Um einen besseren Blick auf das Feuerwerk zu haben, steigen viele auch auf den Arthur‘s Seat hinauf. Der Blick über die Stadt und das Feuerwerk sind atemberaubend.

Andere bleiben jedoch auch unten und feiern unten im angrenzenden Holyrood Park.

Achtung: Den Arthur‘s Seat in der Dunkelheit zu besteigen ist nicht ganz ungefährlich. Denke also unbedingt an die richtige Ausrüstung.

Beachte außerdem, dass die Polizei das Gelände absperrt und Kontrollen durchführt. Es herrscht ein striktes Flaschen-/Alkoholverbot.

Eine Einheimische hat uns verraten, dass man eigentlich noch ein paar Tage weiterfeiert. Sie hat uns außerdem den Tipp gegeben, seine Wertsachen Zuhause zu lassen. Im Neuen Jahr gibt es wohl viele Menschen, die einen umarmen und einem so ein frohes Neues Jahr wünschen wollen. Diese Chance werde genutzt, um an wertvolle Schmuckgegenstände zu kommen. Also Obacht!

Informiere dich außerdem frühzeitig über deine Rückfahrt, denn es kann sein, dass einige öffentliche Verkehrsmittel nicht fahren. Auf ein Taxi auszuweichen wäre dabei eine Idee, die verlangen aber meist noch eine Zusatzgebühr dafür, dass sie am Silvesterabend Dienst haben. Um das zu umgehen lohnt es sich, bereits im Vorfeld Gedanken zu seiner Rückfahrt zu machen. ;)

Arthur's Seat in Edinburgh

Die Planung

Wie du merkst, brauchst du für so ziemlich jedes Event ein Ticket, um das du dich stellenweise schon sehr früh kümmern musst. Ich muss zugeben, dass ich das so nicht wollte. Ich wollte mich zum Jahresende ein wenig entspannen. Weit im Vorfeld Tickets zu Veranstaltungen zu besorgen, von denen ich noch gar nicht weiß, ob ich am Jahresende Lust darauf habe, und zu festgelegten Zeiten an bestimmten Orten zu sein, was mir für einen schönen Jahresausklang zu stressig.

Daher beschlossen mein Lieblingsmensch und ich, es etwas spontaner zu gestalten. Einzig die Torchlight Procession wollte ich sehen und die haben wir uns angeschaut. Allerdings standen wir nicht schon Stunden vorher am Wegesrand, um uns den besten Platz zu sichern. (Hier kommen uns vermutlich etliche Jahre als Karnevalszug-Mitgeher zugute.)

Wir gingen nur ein paar Minuten vor Start zum Aufstellungsplatz und stellten uns an den Wegesrand. Da hier einige Bewegung in den Zuschauern ist, dauerte es nicht lange, ehe wir in der ersten Reihe Standen - und das nur, weil sich immer Menschen wegbewegt haben. Es besteht also kein Grund, sich hier im Vorfeld zu viele Gedanken über einen guten Platz zu machen.

Auch die restlichen Tage verbrachten mein Lieblingsmensch und ich eher ruhig, anstatt uns in die wilde Partyszene der Stadt zu stürzen. Was allerdings auch daran liegt, dass wir bereits im Vorfeld merkten, wie viele Touristen und wie wenige Schotten an den Events teilnehmen.

Wir haben anstatt dessen mit einem Glas Cider angestoßen.

Aber das ist sicherlich eine Typfrage. Ich hab aber auch unseren etwas ruhigen Jahresausklang sehr genossen. Kann dir einen Besuch in Edinburgh und Schottland zum Jahreswechsel allerdings sehr empfehlen. Die Stimmung ist toll und die Schotten sind - wie immer eigentlich - sehr offen.

Mehr Infos zu den Events sowie die Tickets zu den einzelnen Veranstaltungen bekommst du übrigens auf der offiziellen Hogmanay-Webseite: https://www.edinburghshogmanay.com/

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