Reiseplanung für Korea – Was ich gerne vor meiner Reise gewusst hätte

Was ich gerne vor meiner Reise gewusst hätte

Reiseplanung für Korea

Was ich gerne vor meiner Reise gewusst hätte

 

Du willst nach Südkorea? Super, eine fantastische Entscheidung.
Da es im Vorfeld einige Dinge zu beachten gilt, habe ich dir hier einmal ein paar Dinge zusammengetragen, die du vor deiner Reise unbedingt wissen solltest.

Brauchst du ein Visum?

Um nach Korea einzureisen brauchst du natürlich einen Reisepass, der idealerweise nach eurer Ausreise noch 6 Monate lang gültig ist.

Als deutscher Staatsangehöriger kannst du bis zu einem Aufenthalt von 90 Tagen ohne ein Visum einreisen. Möchtest du jedoch länger als 90 Tage im Land bleiben, oder gar arbeiten oder studieren, benötigst du ein entsprechendes Visum.

Mehr Infos bekommst du beim Auswärtigen Amt.

Blick über das Hanok-Village in Jeonju

Sind Impfungen notwendig?

Ein weiterer wichtiger Punkt, den du vor einer Reise checken solltest, sind die Impfungen. Du willst doch immerhin gesund bleiben und dein Abenteuer nicht im Krankenbett oder schlimmer gar im Krankenhaus verbringen.

Aber keine Sorge. Für Korea besteht meist keine Impfpflicht und es werden lediglich die Standardimpfungen empfohlen.

Wenn du ganz sichergehen möchtest, dann schau doch mal beim Auswärtigen Amt vorbei. 🙂

Damit bezahlst du in Korea

Die gängige Währung in Korea ist der koreanische Won (KRW). Ein Euro sind derzeit umgerechnet ca. 1.222 KRW. (Stand März 2017) Du wirst hier also sehr schnell zum Millionär. 😉

Da ich es absolut nicht mag, mit viel Bargeld rumzureisen, kommt es mir sehr gelegen, dass es fast überall in Korea möglich ist, mit (Kredit-)Karte zu zahlen.
Wenn du lieber mit viel Bargeld reist, ist das aber in Korea auch kein Problem. Ähnlich wie in Japan, kommt es äußerst selten vor, dass Gepäck oder andere Dinge geklaut werden. Ganz ausschließen lässt sich das natürlich nie, aber wenn du ein Auge auf deine Sachen hast, dürfte dir nichts passieren.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob, wann oder wieviel Geld du tauschen möchtest, dann habe ich dir hier ein paar grundlegende Tipps zum Geldwechseln zusammengestellt.

Markt in Jeonju

Wie sieht es mit der Verständigung aus?

Aus Japan bin ich daran gewöhnt, dass man ohne Japanischkenntnisse nicht sehr weit kommt – zumindest nicht, wenn du die Touristenrouten um Tokio, Kyōto und Ôsaka verlässt. Ähnlich ist es auch in Korea. Aber eben auch nur ähnlich.

Fernab der großen Städte ist es sicherlich hilfreich Koreanisch zu können. Dennoch kommt man hier überall auch sehr gut mit Englisch weiter. In den wenigen Fällen, in denen man dich nicht versteht, kannst du es entweder mit Japanisch probieren oder du greifst auf die altbewährte Sprache mit Händen und Füßen zurück. 😉

Die Koreaner, die kein Englisch verstehen, dir aber dennoch gerne helfen wollen, tuen ihr Möglichstes, um dies auch zu tun.

Datenpack fürs Handy?

Der ein oder andere wird vor Fernreisen vielleicht überlegen, ob er sich ein Datenpaket für das Smartphone holen soll. Dies ist in Korea aber absolut nicht notwendig. In Südkorea hast du fast überall freies W-Lan; in Restaurants, Cafés und sogar an größeren öffentlichen Orten wie Palästen, Tempeln und Parks. Unglaublich. Das konnte ich selbst in Japan und den USA nicht sagen, wo ich es vielleicht noch ein bisschen eher erwartet hätte, als in Korea.

Spar dir also das Geld, denn in Korea wirst du es garantiert nicht brauchen.

Wie wohnst du in Südkorea?

Sie werden, neben dem Flug, wohl der teuerste Punkt auf deiner Kostenauflistung sein. Dabei ist es fast egal, ob du auf eine AirBnB-Unterkunft oder ein Hotel zurückgreifst. Beides bewegt sich hier ungefähr im gleichen Bereich. Lediglich Hostelzimmer können hier günstiger sein. Darauf wollten wir jedoch verzichten.

Für uns haben sich die Hotels als beste Unterkunftsmöglichkeit herausgestellt, da sie preislich am günstigsten waren. Darüber hinaus sind sie eigentlich immer top ausgestattet. Mit Shampoo, Conditioner, Showegel und Body Lotion, Duschhaube und Haargummis, manchmal auch mit Zahnbürsten und Zahncreme bleibt kein Wunsch unerfüllt.

Aber auch AirBnB-Unterkünfte findest du hier reichlich. Der Kontakt zu den Einheimischen ist hier natürlich Gold wert. Kaum einer sonst kann dir so viele authentische Tipps für gute Restaurants und Sehenswürdigkeiten geben, wie die Einheimischen.

Unterkünfte auf AirBnB

Ein besonderes Highlight ist die Übernachtung in einem Tempel. Dies kannst du mit dem Templestay-Programm, an dem viele Tempel in Südkorea teilnehmen, tatsächlich wahr werden lassen.

Zu abgefahren? Dann übernachte doch ganz traditionell in einem Hanok, einem traditionellen koreanischen Haus. Dabei übernachtest du meist auf einem Futon. Manche Hanoks verfügen sogar über eine Fussbodenheizung, sodass du auch bei winterlichen Temperaturen nicht frieren musst.

Strassen von Jeonju

Strassenverkehr – Welche Regeln gibt es?

Wusstest du, dass Autofahrer in Korea einfach rechts abbiegen, auch wenn sie rot haben? Offenbar ist das erlaubt und wird auch oft gemacht. Leider zum Nachteil vieler Fußgänger. Denn auch wenn man meinen könnte, dass die Vehikelfahrer aufpassen würden, nehmen sie oft keine Rücksicht auf die Fußgänger. Getreu dem Motto: er wird schon wissen was er tut. Zu Beginn unserer Reise sind wir dabei zweimal beinahe von einem Auto erfasst worden. Nicht lustig!

Darüber hinaus fahren viele Autofahrer über rot. Besonders wenn die Ampel gerade auf rot gesprungen ist, fahren viele Autofahrer noch über die Kreuzung. Andere Autofahrer warten daher ein paar Sekunden, ehe sie bei einem Grünsignal der Ampel losfahren. Es kann immerhin sein, dass da noch ein Auto oder Moped über die Strasse will.

Mehr Infos darüber, wie es ist, in Südkorea Auto zu fahren, habe ich dir in einem eigenen Artikel zusammengestellt.

Auf der Strasse gilt übrigens das Gleiche, wie in den Menschenmassen: der Stärkere überlebt. Leider gehen dir viele Koreaner nicht aus dem Weg, wenn du an ihnen vorbei möchtest oder ihnen entgegenkommst. Uns kommen sie dabei vermutlich zunächst ziemlich rücksichtslos vor, das scheint aber ganz normal zu sein.

Auch beim Betreten oder Verlassen der U-Bahn lassen viele Passanten ihr Gegenüber nicht erst aussteigen – was absolut logisch wäre – sondern drängen sich bereits bei Öffnung der Türen in die Bahn. Dies ist wohl der Tatsache geschuldet, dass Koreaner einfach nicht gerne warten.

Strassen von Busan

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Südkorea ist eines der sichersten Länder der Welt. Prinzipiell würde ich mir hier keine Sorgen machen. Man könnte im Vorfeld recherchieren wie aktuell das Verhältnis zwischen dem Norden und dem Süden des Landes aussieht, aber eigentlich sollte dies keine Auswirkungen auf deine Reise haben.

Was mich während unsers Aufenthalts in Südkorea jedoch etwas mulmig zurückgelassen hat, ist die Tatsache, dass überall Kameras aufgestellt wurden und du somit quasi jederzeit überwacht wirst. Für den Datenschutz liebenden Europäer eine echte Umstellung.

Damit solltest du dich jedoch anfreunden, wenn du planst, nach Korea zu reisen. Denn dies ist wohl ihr Empfinden von Sicherheit.

Übrigens: Inwiefern diese Überwachungsvideos am Ende jemanden interessieren ist dabei noch einmal eine ganz andere Sache.

Strassen von Jeonju

Darüber hinaus findest du neben den üblichen Evakuierungsplätzen fast auch überall Bunker. Ja, du hast richtig gelesen: Bunker. Zunächst wusste ich nicht so recht, wie ich dies zu deuten habe. Mittlerweile verstehe ich jedoch, dass die Angst vor einem Angriff Nordkoreas immer noch da ist. Dagegen will man einigermaßen vorbereitet sein. Zum Schutz sollen daher diese Bunker dienen, welche die Bevölkerung vor einem möglichen Angriff schützen sollen.

Ob berechtigt oder nicht: mich lies diese Erkenntnis mit einem zwiegespaltenen Gefühl zurück. Wenn ich davon ausgehen müsste, dass ein Angriff durch ein Nachbarland jederzeit möglich ist, könnte ich mich in diesem Land wirklich frei fühlen?

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Koreas Hanok Villages - Erlebe das traditionelle Korea! #traditionalkorea #korea #hanok #hanokwillages


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Hi, ich bin Kathi und bin reisesüchtig. Fremde Kulturen faszinieren mich genauso sehr wie die Sprachen, Bräuche und Sitten anderer Länder. Auf Kulturtänzer zeige ich dir, welche Orte du besucht, welche Speisen du probiert und welche Feste du gefeiert haben musst.

15 Comments

  1. Barbara
    27. März 2017

    Seoul fand ich wunderbar unkompliziert und entspannt zu bereisen. Den Rest Südkoreas würde ich wahrscheinlich am ehesten mit dem Mietwagen erkunden, das stelle ich mir gut vor.

    Ohne Visum, sicher, bezahlbar, ein ideales Reiseziel! Da bleibt nur noch zu überlegen, was man sich anschauen und was man erleben möchte.

    Antworten
  2. Kuno
    28. März 2017

    Hallo, ich habe mich noch nie mit Korea beschäftigt, weil es mich irgendwie nicht anzieht… aber es ist doch immer lustig zu lesen wie es um den Straßenverkehr steht. „Der Stärkere überlebt“ erinnert mich sehr an die abenteuerlichen Straßensituationen hier in Südamerika 😀 Besonders Bolivien ist da Spitzenreiter. Anderes Thema: Politik. Ich könnte mich nicht frei fühlen… Die Situation ist doch sehr angespannt. Leider :/
    Liebe Grüße, Kuno

    Antworten
    1. Kathi
      29. März 2017

      Liebe Kuno,
      ja, tatsächlich. Mir kam es so vor, als würde niemand Rücksicht auf den anderen nehmen. Aber vermutlich liegt dies nur an einem anderen Verständnis für die Situation die ich aus Europa gewöhnt bin. ^^“

      Viele liebe Grüße
      Kathi

      Antworten
  3. Simone
    28. März 2017

    Liebe Kathi,
    toller und nützlicher Bericht, auch wenn Korea so gar nicht auf meiner Reiseliste steht. Spannend zu lesen, dass das WLAN dort unten so ausgebaut ist, da haben wir in Deutschland noch einiges nachzulegen…Dennoch ist mir die Gesamtlage zu angespannt…
    Viele Grüße
    Simone

    Antworten
    1. Kathi
      29. März 2017

      Liebe Simone,
      vielen lieben Dank. Tatsächlich war das WLan-Netz besser ausgebaut als in New York oder Tokio, was ich wirklich spannend fand.
      Die Gesamtlage ist allerdings – insbesondere im Moment – tatsächlich angespannt. Gerade mit dem unberechenbaren Teil des Landes ist es manchmal nicht ganz einfach, damit umzugehen.
      Viele liebe Grüße
      Kathi

      Antworten
  4. Gina
    28. März 2017

    Das Drängeln scheint eine in Asien weit verbreitete Gewohnheit zu sein. Das haben wir in mehreren Ländern Südostasiens auch erlebt. Da hilft nur, sich ebenfalls ins Getümmel zu werfen, mit höflichem Warten kommt man nicht weit.
    Korea haben wir noch nicht besucht, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    LG
    Gina

    Antworten
    1. Kathi
      29. März 2017

      Liebe Gina,
      das kann ich mir vorstellen. In Japan und Singapur war es jedoch anders, weshalb wir eine gewisse Erwartngshaltung hatten. Vermutlich war das einfach falsch. 🙂
      Tatsächlich gilt: Wer wartet, verliert und kommt nicht in die Bahn. ^^“

      Viele liebe Grüße
      Kathi

      Antworten
  5. Orange Diamond Blog
    28. März 2017

    Hallo Kati,
    ich musste doch glatt erst an Japan denken als ich die Einleitung las und ich wurde nicht enttäuscht! Danke für deine Tipps, die du zusammen getragen hast. Und jetzt habe ich auch Lust wieder nach Asien und vielleicht auch Korea zu fliegen. Natürlich werde ich auf den Strassen ein wenig aufpassen!

    Liebe Grüße!

    Antworten
    1. Kathi
      29. März 2017

      Liebe Alex,
      es freut mich, dass dir meine Tipps gefallen. Tatsächlich ist es im Vergleich zu Japan doch ziemlich anders, was ich so nicht erwartet hätte. Ich wurde eines besseren belehrt – worüber ich im Nachhinein wirklich froh bin. Neues Land, neue Herausforderungen. 😉
      Viele liebe Grüße
      Kathi

      Antworten
  6. Michaela
    30. März 2017

    Danke, für diesen informativen Artikel über Korea. Werde ich mir auf alle Fälle abspeichern, falls es mich irgendwann – vielleicht sogar auf dieser Reise – dorthin verschlagen sollte.
    lg aus Ecuador

    Antworten
    1. Kathi
      31. März 2017

      Liebe Michaela,
      mach das. Vielleicht verschägt es dich ja mal dorthin. 😉
      Viele liebe Grüße nach Ecuador

      Antworten
  7. Katja
    31. März 2017

    Hallo Kathi,
    den Artikel habe ich mir umgehend gespeichert, wenn dann mal meine Asien-Tour ansteht. Denn wirklich tolle Tipps finde ich darin.
    Danke auch für die schönen Bilder, die ich regelmäßig auf Instagram finde.
    Frühlingshafte Grüße
    Katja

    Antworten
  8. Katharina
    3. April 2017

    Hallo Kathi,
    herzlichen Dank für diese ausführliche Zusammenstellung! Beim Thema Straßenverkehr musste ich sofort lachen – das deckt sich mit meinen Erfahrungen in Asien. Ich bin gerade aus Myanmar zurück und dort endet die buddhistische Gelassenheit an dieser Stelle definitiv! Korea habe ich ehrlich gesagt noch nie wirklich als Reiseziel in Betracht gezogen. Wobei es sicher super spannend ist. Zumal ich koreanische Reisegruppen immer total unterhaltsam finde – ich finde, sie posen so schön für ihre Fotos… 😉
    LG
    Katharina

    Antworten
  9. Klaus Reuss
    24. April 2017

    Hallo Kathi,
    ich hatte gerade eben die Möglichkeit, mit jemandem zu sprechen, der mehrere Jahre in Korea gelebt hat. Und habe auch nach dem Drängeln gefragt. Er meinte, dass es wohl der erste Eindruck ist und mehr damit zusammenhängt, dass man als Europäer noch nicht das Gespür für die Bewegung im Land hat. Jedenfalls ein richtig spannendes Thema! nd danke für den informativen Artikel.
    Liele Grüße
    Klaus

    Antworten
    1. Kathi
      29. April 2017

      Lieber Klaus,
      großartig, vielen Dank für das Feedback. 😀
      Das ist wirklich sehr faszinierend. Ich habe nämlich auch viele Koreaner gesehen, denen es ähnlich wie uns ging. Sie sind einfach gegen andere Leute gerannt bzw. wurde umgerannt. Im Vergleich zu uns, hatten sie sich jedoch bereits darauf eingestellt – mental wie physisch.
      Ich werde das bei meinem nächsten Koreabesuch auf jeden Fall noch einmal beobachten.

      Danke dir für dein Feedback. 🙂
      Viele liebe Grüße
      Kathi

      Antworten

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