Ein Tag in Yokohama – Die schönsten Sehenswürdigkeiten und nützliche Tipps

Ein Tag in Yokohama – Die schönsten Sehenswürdigkeiten und nützliche Tipps

Ein Tag in Yokohama

Die schönsten Sehenswürdigkeiten und nützliche Tipps

Werbung, unbezahlt | persönliche Hotel-Empfehlungen

Du musst unbedingt nach Yokohama!“ riet mir eine Freundin, als ich ihr erzählte, dass ich gerne mehr vom Tokioter Umland sehen würde. Ich war mir jedoch nicht sicher, ob sich ein Besuch in Yokohama lohnen würde. Doch ihre Begeisterung steckte mich an und so war ich mittlerweile schon einige Male in der Hafenstadt.

Wenn du meinen Lieblingsmenschen fragst, dann gibt es in Yokohama wohl nichts, was man gesehen haben muss. Ich hingegen finde, dass die Stadt einiges zu bieten hat, auch wenn sich das vielleicht sogar erst auf den zweiten Blick erschließt. Was den Charme dieser Stadt ausmacht, was du gesehen haben musst und warum mir Yokohama ziemlich gut gefallen hat, verrate ich dir in diesem Artikel.

Minato Mirai 21 in Yokohama

Über Yokohama

Yokohama (横浜市) ist die zweitgrößte Stadt Japans und eine der wichtigsten Industrie- und Handelsstädte. Sie liegt an der Westseite der Tokioter Bucht und verfügt noch heute über einen bedeutenden Handelshafen.

Wenn du von Tokio mit dem Auto nach Yokohama fährst, wirst du keine Stadtgrenzen festmachen können. Der Großraum Tokio geht einfach so irgendwann in die Stadt Yokohama über - oder ist es umgekehrt? Yokohama gehört also zum Ballungsgebiet von Tokio.

Klar, dass Yokohama als Handelsmetropole auch geschichtlich eine große Bedeutung für Japan hat. Angeblich landete Matthew Perry hier 1853 mit neun großen Dampfschiffen und zwang Japan, das damals dem Sakoku (鎖国) - also der Landesabschließung - unterlag, zur Öffnung.

Ōsanbashi Pier

Der Ōsanbashi Pier oder auch Ōsanbashi International Passenger Terminal (大さん橋国際客船ターミナル, Ōsanbashi Kokusai Kyakusen Terminal) ist mein Lieblingsort in der Stadt, weshalb ich dir diesen Ort auch direkt als erstes für einen Besuch nahelegen möchte.

Der Pier ist 400 Meter lang und umgeben von Grünflächen. Er lädt Besucher ein, hier zu verweilen und auf den Hafen und das Meer hinauszublicken. Im Hafen kannst du dann die großen Kreuzfahrtschiffe beobachten, die hier andocken.

Zwischen 1889 und 1896 errichtet, ist der Pier der älteste Yokohamas. Doch keine Sorge. Er wurde zuletzt 2002 rekonstruiert und erstrahlt nun in einem modernen Stil. Die geschwungene Holzkonstruktion ist begehbar und eignet sich perfekt für eine kleine Pause.

Von hier aus hast du übrigens auch einen großartigen Blick auf das Minato Mirai 21.

Ōsanbashi Pier in Yokohama

Yamashita Park

Unmittelbar neben dem Pier befindet sich der Yamashita Park (山下公園, Yamashita Kōen), eine mehrere hundert Meter lange Grünanlage, direkt am Wasser. Wenn dir der Pier zu ungemütlich ist, lohnt es sich hier noch ein wenig zu verweilen. Von hier aus hast du auch einen tollen Blick auf die Hikawa Maru, ein altes Passagierschiff, das im Hafen vor Anker liegt.

Yamashita Park in Yokohama
Yamashita Park in Yokohama

Hikawa Maru oder NYK Hikawamaru

Die Hikawa Maru (氷川丸) ist ein japanischen Linienschiff, dass im Hafen von Yokohama liegt. Es wurde 1929 in Betrieb genommen und blickt dabei auf eine fast hundertjährige Geschichte zurück, in der sie auch noch für andere Aufgaben eingesetzt wurde. Seit 2008 befindet sich ein Museum in dem Schiff und kann besichtigt werden. Mit der Neueröffnung als Museum kam auch der neue Name NYK Hikwamaru.

Öffnungszeiten: 10:00 - 17:00 Uhr (Montags geschlossen)
Eintritt: 300 JPY (ca. 2,35 EUR)

Minato Mirai 21

Minato Mirai 21 (みなとみらい 21) ist ein Stadtgebiet am Hafen, das auf einem 110 Hektar großes Gelände aus ehemaligen Hafenanlagen und Docks errichtet wurde.

Der Name bedeutet so viel wie „Hafen der Zukunft 21“ und beinhaltet diverse hohe Gebäude, inklusive dem Landmark Tower. Der Tower war mit 295,8 Metern Höhe bis 2014 Japans höchstes Gebäude.

Das Stadtviertel bietet diverse Annehmlichkeiten, wie Shoppingcenter, ein Vergnügungspark, diverse Hotels sowie Museen und Parkanlagen. Abends und bei Nacht ist der Bezirk besonders schön anzusehen.

Auf dem 69. Stock des Landmark Towers befindet sich eine Aussichtsplattform, die den Namen „Sky Garden“ trägt. Von hier aus hast du eine atemberaubende Aussicht über die Stadt.

Öffnungszeiten: 10:00 - 21:00 Uhr; Sa.: 10:00 - 22:00 Uhr
Eintrittskosten: 1.000 JPY (ca. 7,80 EUR)

Der Vergnügungspark nennt sich Cosmo World, der neben dem Riesenrad auch über ein paar Achterbahnen sowie andere Fahrgeschäfte verfügt.

Öffnungszeiten: 11:00 - 20:00 Uhr (Donnerstags geschlossen)
Der Eintritt in den Park ist kostenfrei. Die Attraktionen kosten jedoch jeweils zwischen 300 JPY (ca. 2,35 EUR) und 800 JPY (ca. 6,24 EUR).

Du findest hier übrigens auch eine Menge toller Museen.

Minato Mirai 21 in Yokohama

Nippon Maru & Yokohama Port Museum

Die Nippon Maru (日本丸) ist ein Viermaster und liegt im Dock von Yokohama. Ihr Name bedeutet so viel wie Schiff Japans und wurde 1930 erbaut. Bevor sie ein Museumsschiff wurde, war sie als Schulschiff auf dem Pazifik unterwegs.

Seit 1984 kannst du das Schiff besichtigen. In unmittelbarer Nähe liegt auch das Yokohama Port Museum, das du im Zuge eines Besuchs der Nippon Maru gleich mit besichtigen kannst.

Öffnungszeiten: 10:00 - 17:00 Uhr (Montags geschlossen)
Eintritt: jeweils 400 JPY (ca. 3,15 EUR) oder 600 JPY (ca. 4,70 EUR) für beides zusammen

Sollte dich die Geschichte um den Hafen nicht wirklich interessieren, hat Yokohama auch noch ein paar abgefahrener Museen zu bieten.

Cup Noodles Museum

Das Cup Noodles Museum (安藤百福発明記念館, Andō Momofuku Hatsumei Kinenkan) ist das zweite seiner Art. Den anderen Ableger findest du in Ôsaka.

Das interaktive Museum erzählt dir die Geschichte der Instantnudeln und nimmt sich selbst nicht allzu ernst.

Darüber hinaus gibt es auch diverse Workshops an denen du teilnehmen kannst. Im My Cupnoodles Factory-Workshop beispielsweise kannst du unterschiedliche Geschmacksrichtungen für dein Topping zusammen mischen. (Kostenpunkt: 300 JPY, ca. 2,35 EUR)

Im My Chicken Ramen-Workshop kannst du dir deine eigene Nudelsuppe zusammenstellen und im Becher mit nach Hause nehmen. (Kostenpunkt: 500 JPY, ca. 3,90 EUR)

Ziemlich cool, oder?

Chinatown

Chinatown in Yokohama ist das größte Chinatown in Asien und eines der größten weltweit. Bereits bei meinem ersten Besuch hat mich die Größe von Yokohamas Chinatown schon schwer beeindruckt.

Die Essensstände und die Geschäfte mit chinesischen Dingen sind vielfältig und die Auswahl riesig.

In Chinatown befinden sich 10 „Pairo“-Tore. Die Tore wurden in den vier Himmelsrichtungen aufgestellt und jedes von ihnen repräsentiert einen Schutzgott. Sie haben jeweils unterschiedliche und auf sich abgestimmte Designs.

Ein Besuch in Yokohamas Chinatown ist ein absolutes Muss.

Chinatown in Yokohama
Chinatown in Yokohama

Hier übernachtest du

Yokohama hat ein paar ganz hervorragende Hotels, in denen sich eine Übernachtung lohnt. Welche das sind, verrate ich dir gerne:

Daiwa Roynet Hotel Yokohama-Koen Werbelink - Neben der imposanten Eingangshalle bietet dir das Hotel modern eingerichtete Zimmer und ein absolut hervorragendes Frühstücksbuffet. Die Lage ist sehr zentral, was das Hotel zum idealen Ausgangspunkt deiner Stadterkundung macht.

Hotel Edit Yokohama Werbelink - Ein gutes Mittelklasse Hotel, dessen Design leicht skandinavisch angehaucht ist. Die Lage ist zentral und das Frühstück ziemlich lecker. Wenn du nach modern eingerichteten Zimmern, ohne viel Schnickschnack suchst, bist du hier richtig.

Hotel Vista Premio Yokohama Minato-Mirai Werbelink - Das moderne Hotel zeichnet sich durch seine geräumigen Zimmer aus. Die Lage am Hafen ist ideal, um die Stadt zu erkunden. Das Hotel verfügt über ein Restaurant, dessen Aufsuchen sich lohnt, wenn du keine Lust hast, dir in der Stadt ein Restaurant zu suchen.

InterContinental Yokohama Grand Werbelink - Die halbrunde Form macht das Gebäude nicht nur einzigartig, sondern prägt auch Yokohamas Skyline.

Wenn dir diese Hoteltipps nicht zusagen, dann such dir doch selbst ein geeignetes Hotel raus. Die folgende Suchmaske hilft dir, die richtige Unterkunft in Yokohama zu finden.



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Minato Mirai 21 in Yokohama

Yokohama ist eine wirklich tolle Stadt, deren Besuch sich lohnt. Egal, ob du hier mehrere Tage einplanst, nur einen Ausflug von Tokio aus unternimmst oder auf der Durchreise nach Kamakura einen Zwischenstopp hier einplanst.

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Ein Tag in Yokohama – Die schönsten Sehenswürdigkeiten und nützliche Tipps

 


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6 Kommentare

  1. 22. November 2018 / 20:57

    Oh das ist so schön – und so anders. Ich würde sehr gerne mal Japan sehen :)
    Mal schauen, wann ich das schaffe.
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

    • Kathi
      Autor
      24. November 2018 / 16:18

      Liebe Dorie,
      ja, Japan ist stellenweise schon sehr anders. :) Aber definitiv auch jede Reise wert. :)

      Melde dich gerne, wenn du noch mehr Infos brauchst.

      Viele liebe Grüße
      Kathi

  2. 5. Dezember 2018 / 22:04

    Nach Yokohama haben wir es leider nicht mehr geschafft, dafür waren 17 Tage Japan einfach zu knapp. Aber wir wollen auf jeden Fall noch einmal hin und dann kann ich mir ein Trip nach Yokohama gut vorstellen. Deinen Fotos und dem Bericht nach zu urteilen finde ich schon, dass sich ein Ausflug lohnen würde.
    Das Noodle Cup Museum wäre natürlich ein absolutes MUSS 😁

  3. 5. Dezember 2018 / 22:56

    Ich finde Yokohama klingt sehr interessant. Ich möchte unbedingt mal nach Japan, war leider bisher noch nicht da. Und Yokohama hatte ich da auc schon im Hinterkopf.
    Ich muss bei der Stadt auch immer an das Lied “Ein Lama in Yokohama” denken :)

    <3
    Michelle

  4. 6. Dezember 2018 / 11:07

    Je mehr Beiträge man liest, desto mehr Fernweh bekommt man. Dein Beitrag weckt mein Fernweh für Japan, das ich ja schon ziemlich lange in mir trage.
    Ein sehr schöner Beitrag mit richtig guten Tipps. Vielen Dank dafür.
    LG
    Charnette

  5. 12. Dezember 2018 / 10:42

    Ich weiß so wenig über Japan, ich wusste noch nicht mal, das Yokohama eine Hafenstadt ist!
    Dabei finde ich Hafenstädte besonders faszinierend. Der Pier und die Museumsschiffe wären definitiv etwas für mich.
    Auch das Noodle-Museum hört sich witzig an.

    Liebe Grüße
    Gina

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