Ein Ausflug nach Enoshima – Entspannung in malerischer Landschaft

Ein Ausflug nach Enoshima – Entspannung in malerischer Landschaft

Enoshima

Perfekte Entspannung in malerischer Landschaft

Enoshima (江の島 oder 江ノ島, wörtl. Insel in der Bucht) ist eine ca. 38 Hektar große Halbinsel in der Sagami-Bucht in Japan. Sie gehört zu der Stadt Fujisawa und ist über einen schmalen Küstenstreifen sowie eine ca. 600 Meter lange Brücke mit dem Festland verbunden.

Die Sagami-Bucht ist für ihre einzigartige und malerische Landschaft bekannt, wodurch sie viele Touristen anzieht. Klar, dass die dann früher oder später auch in Enoshima landen. Zudem ist sie nur einen Katzensprung von Kamakura und Yokohama entfernt und bietet sich dadurch als ideales Ausflugsziel geradezu an.

Die Brücke nach Enoshima
Die Brücke nach Enoshima

Die Brücke nach Enoshima

Auf dem Weg nach Enoshima
Auf dem Weg nach Enoshima
Auf dem Weg nach Enoshima
Auf dem Weg nach Enoshima

So kommst du hin

Wenn du von Tokio aus startest, brauchst du etwa anderthalb Stunden bis nach Enoshima. Von der Tokyo-Station (東京駅) führt dich der Weg über Fujisawa (藤沢駅) direkt zur Katase-Enoshima-Station (片瀬江の島駅).

Wir haben es uns ein wenig einfacher gemacht und sind von Kamakura aus gestartet. Von dort aus kannst du direkt mit der Enoshima Dentetsu Line (江ノ島電鉄線) kurz Enoden (江ノ電) zur Halbinsel fahren. (Hier ist deine Haltestelle dann der Bahnhof Enoshima (江ノ島駅).)

Enoshima Dentetsu Line (江ノ島電鉄線) kurz Enoden (江ノ電)

Enoshima Dentetsu Line (江ノ島電鉄線)

Das gibt’s zu sehen

Enoshima ist einer der schönsten Plätze, die ich je gesehen hab. Du erschließt dir deinen Weg zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten der Insel, indem du der Hauptstraße folgst, die dich direkt auf den Schrein und sein großes Torii zu leitet. Unterwegs kommst du an so vielen tollen und unheimlich grünen Ecken vorbei, dass Naturliebhaber hier auf alle Fälle auf ihre Kosten kommen.

Torii am Anfang der Hauptstraße in Enoshima
Torii am Anfang der Hauptstraße in Enoshima

Enoshima-Schrein

Im Enoshima-Schrein (江島神社, Enoshima-jinja) wird die Göttin der Unterhaltung und der Musik, Benzaiten (弁才天 oder 弁財天) verehrt. Doch für viele Besucher ist nicht der Schrein selber der Höhepunkt und Hauptgrund des Besuchs, sondern eine kleine, ca. 54 cm hohe, weiße Statue, die eine nackte Benzaiten zeigt.

Der Schrein besteht eigentlich aus drei Schreinen: Hetsunomiya, Nakatsunomiya and Okutsunomiya. Sie lassen sich alle drei über Treppen passieren. Bevor du jedoch die Tempel erreichst, triffst du auf deinem Weg das Zuishinmon (瑞心門), ein großes Tor, welches den Tempelkomplex einleitet.

Zuishinmon (瑞心門)

Zuishinmon (瑞心門)

Zuishinmon (瑞心門)
Kleiner Schrein mit Torii

Dann gelangst du zum ersten Schrein, den Hetsunomiya. Hier wirst du auch die Statue der nackten Benzaiten finden.

Hetsunomiya
Hetsunomiya
Hetsunomiya

Gehst du ein bisschen weiter, empfängt dich das rote Gebäude des Nakatsunomiya, der heute immer wieder als der Enoshima-Schrein bezeichnet wird. Warum ist mir leider ein Rätsel.

Nakatsunomiya
Nakatsunomiya
Nakatsunomiya

Gehst du ein bisschen weiter, empfängt dich das rote Gebäude des Nakatsunomiya, der heute immer wieder als der Enoshima-Schrein bezeichnet wird. Warum ist mir leider ein Rätsel.

Folgst du dem Weg etwas weiter, so gelangst du zum Okutsunomiya.

Ich muss dir gestehen, dass wir gar nicht erst so weit gekommen sind. Wir haben uns nach dem Nakatsunomiya einfach nicht sattsehen können, an der wunderbaren Natur und dem Ausblick, den du von hier oben hast.

Ausblick aufs Meer
Ausblick aufs Meer

Mit etwas Glück und gutem Wetter, kannst du von hier aus sogar den Fuji sehen.

Übrigens: Für mich irgendwie nicht weiter verwunderlich, gibt es bis hier rauf sogar eine Rolltreppe, die du nutzen kannst. Ganz schön verrückt, oder?

Wegweiser mal anders
Laterne
Kleiner Schrein
Kleiner Schrein
Laterne
Der Anfang des Wegs
Zuishinmon (瑞心門)
Schreindenkmal
Der Weg
Der Weg
Abbild der Göttin

Samuel-Cocking-Garten

Ich schwärme hier die ganze Zeit von der Natur und das hat auch einen guten Grund. Denn 1880 erwarb ein britischer Kunsthändler namens Samuel Cooking einen großen Teil des Landes auf der Insel und errichtete darauf ein 660 m² großes Treibhaus. Dieses beinhaltete die unterschiedlichsten tropischen Pflanzen und wurde noch im selben Jahr unter dem Namen Botanischer Garten Enoshima eröffnet. 2003 wurde das Gelände als Samuel-Cooking-Garten (江の島サムエル・コッキング苑, Enoshima Samueru-Kokkingu-en) neu eröffnet.

Mitten im Samuel Cooking Garden steht auch ein Leuchtturm, der die Enoshima Sea Candle genannt wird. Auf Deutsch bedeutet das so viel wie die Enoshima Seefackel – und genau so sieht dieser Leuchtturm auch aus. Von hier oben hast du einen 360° Grad, Rundumblick über die Insel und kannst bei gutem Wetter bis nach Yokohama und Tokio blicken. Traumhaft.

Wenn du den Samuel-Cooking-Garden besuchen möchtest, zahlst du 200 Yen. Wenn du auch noch den Leuchtturm besichtigen möchtest, noch einmal weitere 300 Yen – insgesamt also 500 Yen. Kinder zahlen für beides zusammen nur Hälfte, also 250 Yen.

Samuel-Cooking-Garten
Samuel-Cooking-Garten

Einfach mal entspannen

Wenn du es bis nach oben auf den Berg geschafft und die Insel zu Fuß erkundet hast, bist du abends vermutlich ganz schön erschöpft. Was gibt es dann besseres, als in einem Spa zu entspannen?

Auch das kannst du auf Enoshima haben. Im Enoshima Island Spa findest du die pure Entspannung.

Wähle zwischen kleineren Pools, Jacuzzis und Whirlpools, einer Sauna, diversen Indoor- und Outdoor-pools und Massageräumen aus, wo du dich entspannen möchtest. In den Outdoor-pools auf der ersten und zweiten Etage hast du einen atemberaubenden Blick über das Meer.

Bei gutem Wetter kannst du auch von hier aus sogar den Fuji sehen.

Eine Bar und ein Restaurant, die in der Szenerie einer Höhle eingebettet sind, sorgen für dein leibliches Wohl. Hier kannst du also locker auch den ganzen Tag verbringen und die Seele baumeln lassen.

Enoshima Island Spa

Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten:
Da du dich hier entspannen sollst, musst du dein Smartphone, deine Kamera und andere Elektrogeräte in der Umkleide lasen. Außerdem sind Kinder unter sechs Jahren nicht zugelassen und Sonntage sind Besuchern über zwölf Jahren vorbehalten.

Nach dem Betreten ziehst du deine Schuhe aus und verstaust sie in einem Schließfach. Den Schlüssel dieses Fachs behältst du bei dir und er gilt gleichzeitig auch als eine Art Identifizierungsitem. Zeige ihn einfach vor, wenn du an der Bar, dem Restaurant oder in einem der kleinen Cafés etwas isst oder trinkst. Du bezahlst einfach später am Ausgang, wenn du den Spabereich verlässt. Es besteht also kein Grund dein Portemonnaie immer mitzunehmen.

Badekleidung ist übrigens zwingend erforderlich. Wenn du keine dabei hast, kannst du dir für ca. 540 Yen welche leihen. Es gibt also keine Ausreden mehr, hier nicht einzukehren.

Enoshima Island Spa

Enoshima ist der perfekte Orte, um einmal abzuschalten. Egal, ob du dies am Wasser oder bei einem Spaziergang in der Natur, bei gutem Essen oder einem Spa-Besuch tun möchtest.

Blick auf das Meer

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Enoshima - Perfekte Entspannung in malerischer Landschaft. Japans Halbinsel erleben. #Enoshima #tempelbesuch #kamakura #mustsee


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10 Kommentare

  1. 19. Dezember 2017 / 9:56

    Hey Kathi,

    der Bericht klingt genial! Ich war zwar noch nie in Japan, aber ich kann mir vorstellen, dass man nach dem hektischen Tokio hier perfekt mal eine “Pause” einlegen kann. Ich mag ja kleinere Ort, an denen man einfach der Hauptstraße folgen kann, um einen guten Eindruck zu bekommen. Das scheint mir hier gegeben.
    Und die Idee mit dem Spa nach einem langen Tag, klingt himmlisch! Das wäre ein Tag ganz nach meinem Geschmack :)

    Liebe Grüße
    Magdalena

    • Kathi
      Autor
      28. Dezember 2017 / 12:52

      Liebe Magdalena,
      das freut mich. Ich hoffe, du kommst auch einmal nach Enoshima. :)

      Viele liebe Grüße
      Kathi

  2. 19. Dezember 2017 / 22:17

    Hallo Kathi,
    im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern sieht Japan so ordentlich und aufgeräumt aus. Das hat schon fast deutsche Züge, wenn da nicht diese tollen japanischen Bauwerke und Schreine wären. Ich finde es immer wieder spannend andere Länder und Kulturen zu erkunden, am liebsten bei Wanderungen durch Städte oder die Natur. Das bietet sich in Enoshima ja an.
    Liebe Grüße

    Alex

    • Kathi
      Autor
      28. Dezember 2017 / 12:59

      Liebe Alex,

      da hast du total recht. Ich würde sogar sagen, dass die Japaner sehr viel aufgeräumter und ordnungsliebender sind als wir. ;)
      Ja, dafür bietet sich Enoshima tatsächlich an. Vielleicht verschlägt es dich ja mal dorthin. ;)

      Viele liebe Grüße
      Kathi

  3. 20. Dezember 2017 / 11:15

    Liebe Kathi,
    Spa- und Wellness… das ist ja was für mich. ;-)
    Aber ich stelle immer wieder fest, es gibt tatsächlich so Ecken auf der Welt, von denen hab ich vorher noch nichts gehört. Allerdings muß ich auch gestehen, dass ich mich mit Japan als Reiseland noch nicht wirklich und ernsthaft beschäftigt habe… obwohl ich jetzt immer häufiger von Fernreisen nach Japan höre und lese.
    Interessanter Ein- und Ausblick auf alle Fälle. :-)

    Viele Grüße,
    Tanja

    • Kathi
      Autor
      28. Dezember 2017 / 13:00

      Liebe Tanja,
      ich danke dir. :) Tatsächlich boomt Japan als Reiseland gerade. Zumindest im Vergleich zu früher. Vielleicht entspannst du ja mal auf Enoshima. ;)

      Viele liebe Grüße
      Kathi

  4. 24. Dezember 2017 / 0:48

    Es ist doch immer wieder klasse, was man bei anderen Bloggern so dazu lernt. Nun werde ich nicht so schnell nach Japan kommen, aber wenn, dann wird Enoshima sicherlich eines der Highlights sein, die wir besichtigen werden. Das ist wirklich alles sehr beeindruckend. Danke für den schönen Bericht.
    Viele Grüße
    Bruno

    • Kathi
      Autor
      28. Dezember 2017 / 13:03

      Lieber Bruno,
      ich danke dir. :) Vielleicht reist ihr dann ja auch mal im Camper in Japan rum? ;)

      Viele liebe Grüße
      Kathi

  5. 27. Dezember 2017 / 22:11

    Liebe Kathy,
    so ein schöner Einblick in diese wunderschöne Insel. Asien liebe ich einfach! Irgendwann ist auch Japan an der Reihe. Mit deinen tollen Artikeln wäre ich auch bestens ausgerüstet. Ist schon verrückt, dass man sogar mit der Rolltreppe hoch fahren kann. Der Ausblick ist wirklich traumhaft. Da wäre ich auch hängengeblieben. Vielen Dank für diesen wundervollen Bericht.
    Liebe Grüße, Selda.

    • Kathi
      Autor
      28. Dezember 2017 / 13:10

      Liebe Selda,

      ich danke dir. :)
      Ja, nicht wahr? Ich warte noch darauf, dass man mit der Rolltreppe auf den Fuji-san fahren kann. ;)

      Viele liebe Grüße
      Kathi

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