1800 Kilometer durch Japan – Unser Roadtrip durch Japan

1800 km durch Japan – Unser Roadtrip durch Japan

1800 Kilometer durch Japan

Unser Roadtrip durch Japan... oder wie wir unsere Pläne über den Haufen warfen

Wenn du an Japan denkst, kommen dir da nicht gleich die drei berühmtesten Städte des Landes, Tokio, Kyōto und Ōsaka, in den Sinn? Diese sind zugegebenermaßen auch ziemlich cool und jede steht für sich. Doch darüber hinaus gibt es noch so viele andere tolle Städte und Orte, deren Besuch sich lohnt. Ich nehme dich mit auf eine Rundreise durch die vielen, stellenweise ganz unterschiedlichen, aber nicht weniger sehenswerten Orte Japans.

Dieses Mal sind wir mit dem Campervan durch Japan gefahren und haben auf unserer Reise 1800 Kilometer zurückgelegt. Ob wir ohne Auto genauso viel gesehen hätten? Mit Sicherheit, aber ich bin mir sicher, dass es absolut andere Orte gewesen wären.

Unsere Route

Bereits lange im Vorfeld stand unser grobes Ziel fest: wir wollten nach Hokkaidō, der nördlichsten Hauptinsel Japans. Auf dem Weg dorthin wollten wir uns die schönsten Orte Nord-Honshūs ansehen. Doch dazu kam es nicht...

Als wir unseren Camper abholten und wir unserem Campervanverleiher mitteilten, wohin es gehen sollte, gab er uns ein paar Schneeketten mit und ermahnte uns, vorsichtig zu sein. Er wusste wovon er sprach, denn im Vorfeld gab es bereits einige Campervanunfälle, nach denen der Wagen ziemlich übel aussah. Dass dabei niemand ernsthaft verletzt wurde, grenzte fast an ein Wunder.

Kashima (鹿嶋市)

So fuhren wir also, mit einem leicht mulmigen Gefühl los. Nicht nur, weil uns Japans Strassen als Autofahrer so vollkommen fremd waren, sondern weil wir fest damit gerechnet hatten, die nördliche Insel zu besuchen. Auf Schnee waren wir allerdings nicht vorbereitet...

Unser erstes Ziel sollte Nikkō (日光市) sein. Doch bereits am ersten Tag stellten wir unsere Route ein wenig um. Es ging zunächst nach Kashima (鹿嶋市) in der Präfektur Ibaraki. Der Grund dafür war ein Shintō-Schrein, den ich mir unbedingt anschauen wollte: der Kashima-jingū (鹿島神宮).

Kashima-jingū

Die Hauptgottheit, die hier verehrt wird, ist Takemikazuchi und gilt als einer der bekanntesten Ahnengottheiten.

Der Schrein selbst ist, wie ich es in Japan so liebe, in einen Wald gebaut. Dadurch ist das Areal ziemlich weitläufig und es macht unglaublich viel Spaß neben den Gebäuden, auch den Wald etwas zu erkunden.

Rund um den Kashima-jingū tummeln sich, ähnlich wie in Nara, zahme Hirsche, die als Tierbegleiter des Takemikazuchi oder als Götterboten gelten.

Kashima-jingū
Kirschblüten am Kashima-Schrein

Nikkō (日光市)

Nach einer ziemlich kalten Nacht, führt uns unser zweiter Stopp nach Nikkō (日光市). Die Stadt liegt nördlich von Tokio, in den Bergen von Tochigi. Hier kamen wir ziemlich früh am Morgen an und überraschten die Stadt dabei, wie sie gerade wach wurde.

Unser eigentliches Ziel war der Tōshō-gū (日光東照宮), ein Shintō-Schrein, in dem die Überreste von Tokugawa Ieyasu, einem der drei Reichseiniger, liegen sollen. Zugegeben, ein bisschen neugierig war ich auf diesen Schrein schon, da er einer der berühmtesten Schreine des Landes ist. Aber was mich dort erwartete hat mich schier umgehauen.

Tōshō-gū in Nikkō

Umgeben von unendlich hohen Bäumen sind die Pagode und der Schrein eingebettet in die wunderschöne Natur Japans. Wieder verläuft sich das Schreingelände in diesem wunderschönen japanischen Wald und geht über in das Gelände des Futarasan-Schreins und des Rinnō-jis.

Ich kann gar nicht so genau erklären warum, oder was genau es ist, dass mich so bewegen, aber ich merke, dass dieser Ort etwas ganz besonderes ist.

Auch wenn ich vorhatte mir einige weitere Tempel und Schreine anzusehen, so verwerfe ich die Idee, weil wohl kein anderer Schrein oder Tempel ähnliche Gefühle auslösen können, wie der Tōshō-gū.

Pagode des Tōshō-gū in Nikkō
Pagode des Tōshō-gū in Nikkō

Wenn du jedoch Schreine und Tempel liebst, wirst du Nikkō lieben. Neben dem Tōshō-gū gelegen, findest du auch noch folgende Tempel: Rinnō-ji (輪王寺), Shihonryu-ji (四本龍寺), Futarasan-jinja (日光二荒山神社), Taiyū-in(大猷院)

Wir schlendern noch ein wenig durch den Wald. Hier merke ich, wie kalt es eigentlich noch ist. Obwohl wir bereits Mitte März haben, fühlt es sich an wie 2 Grad. Und sehr viel mehr werden es wohl auch tatsächlich nicht sein. Wie soll es dann wohl erst auf Hokkaidō werden? Mein Lieblingsmensch und ich schauen uns mit roten Nasen an und wir wissen genau, was der andere denkt. Zu dieser Jahreszeit nach Hokkaidō fahren zu wollen, war eine absolute Schnapsidee. Zumindest, wenn man sich den Inhalt unserer Rucksäcke noch einmal anschaut. Wir waren absolut nicht auf so kalte Temperaturen eingestellt.

Also beschlossen wir, die Route abzuändern und anstatt gen Norden, gen Westen, in die japanischen Alpen zu fahren.

Tōshō-gū in Nikkō

Sano (佐野市) und Ueda (上田市)

… sind zwei Städte, von denen ich noch nie etwas gehört hatte und durch die uns unser Weg nun führen sollte. Insbesondere die zweite Stadt hat für Verwirrung gesorgt, da sie wie ein bekannter Ortsteil von Ōsaka heißt. Aber genau das ist ja das spannende an Roadtrips: du lernst Land und Leute kennen und kommst auch in abgelegenere Gebiete, oder wie in diesem Fall, an Orte, von denen du noch nie etwas gehört hast.

In Sano ging es für uns zum Soshu-Ji (Sano Soshuji Yakuyoke Daishi Tempel, 佐野厄除け大師本堂), ehe wir uns wieder auf den Weg machten. Die kleine Stadt diente uns nur als Zwischenstopp auf unserem Weg in die japanischen Alpen.

Soshu-Ji in Sano
Soshu-Ji in Sano

Ueda (上田市) hingegen war schon etwas bewusster als Haltepunkt gewählt. Die Stadt liegt zwischen Matsumoto (松本市) und Nagano (長野市) und ist damit bereits Teil der japanischen Alpen. Mit einer Lage von 456 Metern über dem Meeresspiegel, kannst du dir sicherlich vorstellen, dass die Temperaturen wieder begannen zu sinken.

Ueda gilt auch als alte Burgstadt, weshalb wir uns hier natürlich die Burg Ueda nicht entgehen lassen konnten.

Die Burg Ueda (Ueda-jō, 上田城) war in der Edo-Zeit der Sitz der Fujii-Matsudaira, eine Familie des japanischen Schwertadels. Sie hielt mehreren Belagerungen stand, wurde jedoch nach der gewonnenen Schlacht von Sekigahara abgerissen. Erst einige Jahre später baute man einen Teil der Burg wieder auf.

Burg Ueda
Burg Ueda
Burg Ueda

Matsumoto (松本市)

Die stetig fallenden Temperaturen und die Tatsache, dass unsere Heizung ausfallen könnte, wenn wir uns zu weit über dem Meeresspiegel befänden, sorgte für ein wenig Bedenken, was unsere weitere Reise angehen könnte. Auch hier hatten wir womöglich zu kurzfristig gedacht und nicht damit gerechnet, dass wir hier auf Bergeweise Schnee stoßen könnten. Deshalb mieteten wir uns kurzerhand in ein Ryokan (旅館), einem japanischen Reisegasthaus, ein. Eine Sache, die schon lange einmal tun wollte.

Doch auf dem Weg dorthin wollte ich mir endlich einmal Burg Matsumoto (Matsumoto-jō, 松本城) anschauen. Aufgrund ihrer schwarzen Farbe und weil ihre Aufbau so aussieht wie ein Vogel mit ausgebreiteten Flügeln, wird sie auch oft als Krähenburg bezeichnet.

Im Vergleich zu vielen anderen Burgen Japans, wurde sie nicht auf einem Hügel erbaut. Dafür ist sie von einem Wassergraben umgeben, was sie heute zu einem noch schöneren Fotomotiv macht.

Burg Matsumoto

Was übrigens kein Reiseführer erwähnt ist, dass sich direkt an der Burg zwei kleine Schreine befinden. Sie liegen nördlich und südlich der Burg. Es handelt sich dabei um den Matsumoto Schrein (松本神社) im Norden und den Inari Schrein (稲荷社) im Süden.

Matsumoto Schrein
Matsumoto Schrein
Matsumoto Schrein

Takayama (高山市)

Takayama (高山市) lag ursprünglich nicht auf unserem Weg. Da wir nun aber in einem Ryokan übernachten wollten, welches in Takayama liegt, zog es uns nun doch hierhin. Ich hatte von Takayama schon vieles gehört. Ich hatte sie als sehenswerte und sehr schöne Stadt abgespeichert. Und nun hieß es, sich selbst davon zu überzeugen.

Und tatsächlich bietet Takayama eine Altstadt mit vielen traditionellen Geschäften und Gasthäusern. Nun verstehe ich auch, warum sie den Beinamen „Klein-Kyōto“ trägt.

Takayama
Takayama

Hida (飛驒市)

Als jemand, der sich hauptberuflich mit Manga auseinandersetzt und dazu noch Lektor des derzeit beliebtesten Romance-Manga sowie Romans ist – die Rede ist natürlich von your name. - konnte ich nicht anders, und musste auch der kleinen Stadt Hida (飛驒市) einen Besuch abstatten. Denn einige Orte der Stadt tauchen auch im Manga und im Anime auf.

Hida ist jedoch vor allen Dingen eins: entschleunigend. Als mein Lieblingsmensch und ich aus dem Auto steigen, weiss ich genau, dass ich nun wirklich in einem japanischen Dorf gelandet bin. Wir werden von allen Seiten angestarrt und ich fühle mich unwillkürlich in meine Studentenzeit zurückversetzt.

Das vergesse ich jedoch schnell, als ich die atemberaubende Berglandschaft um mich herum ansehe. Wunderschön.

Hida
Hida

Wir statten dem Hida-jinja (飛驒神社) oder auch Hida-sannogu Hie-jinja (飛騨山王宮日枝神社) einen Besuch ab. Er stand Pate für den Miyamizu-Schrein in your name. Doch das weiss ich zu dem Zeitpunkt noch nicht und stellt sich erst während meiner Recherchen im Nachhinein heraus. Ich bin so begeistert von diesem Schrein, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Da ist es wieder: das Gefühl, dass ich schon in Nikkō beim Tōshō-gū hatte. Ich bin überwältigt von der Schönheit des Ortes.

Hida-Schrein
Hida-Schrein
Hida-Schrein
Hida-Schrein

Den Abschluss des Tages macht unser Abendessen, was – passend zum heutigen Tag – aus Hida-Beef besteht. Ich bin ziemlich begeistert von dem Fleisch, was unglaublich zart ist. Ich würde sogar sagen, dass es das beste Fleisch ist, das ich je gegessen habe!

Tokio (東京)

Am nächsten Tag machen wir uns wieder auf den Weg. Das Wetter meint es jedoch nicht gut mit uns und so sind für die nächsten Tage nicht nur Regen, sondern auch Schnee angesagt. Wir entscheiden uns dafür, diese Tage in Tokio (東京) zu verbringen. Denn hier können wir auch bei Regen viel machen. Tokio bietet eine unglaubliche Vielfalt an Aktivitäten, was wir in den kommenden Tagen exzessiv nutzen.

Die Pause, in der wir das Auto stehenlassen, tut uns gut. Auch wenn die Parksituation sowie die Preise hierfür unfassbar hoch sind. Mehr dazu liest du in meinem Beitrag zum Autofahren in Japan.

Tokio von oben

Shimoda (下田市) und die Izu-Halbinsel (伊豆半島)

Doch nach ein paar Tagen haben wir genug vom Großstadtflair und machen uns wieder auf den Weg. Dieses Mal wollen wir Sonne und ans Meer. Deshalb fällt unsere Wahl kurzerhand auf die Izu-Halbinsel (Izu-hantō, 伊豆半島).

Wir wollen bis nach Shimoda (下田市), im Süden der Halbinsel.

Die Landschaft die sich auf dem Weg vor uns ausbreitet ist unbeschreiblich schön – und so vollkommen anders zu dem, was wir bislang gesehen haben.

Der Shirahama (白浜), oder auch White Beach, hat es uns besonders angetan. Er gilt als beliebter Surferspot, von denen sich viele im Wasser tummeln, andere Besucher sind jedoch kaum welche da. Wir haben den Strand fast für uns allein.

Shirahama

Doch mein Lieblingsort werden die Mitsuishi (三ツ石) oder auch drei Steine. Hier finden wir auch das Café Manazuru mit Aussichtsplattform (カフェ真鶴見晴らし台). Das ist zwar nicht gerade günstig, aber der Ausblick auf das Meer ist unbeschreiblich. Die Betreiber empfangen uns äußerst freundlich und so genießen wir bei einer Tasse Tee und einem Stück Kuchen die Meeresbrise.

Susono (裾野市)

Nach dem kleinen Meeresabenteuer, bei dem wir uns fühlten, als wären wir in einer vollkommen anderen Welt, ging es nach Susono (裾野市), einer Stadt in Shizuoka. Ich hatte immer noch den Wunsch, meinem Lieblingsmenschen den Fuji zu zeigen. Ich hatte ihn damals sogar bestiegen. Aber danach zeigte er sich von seiner schüchternen Seite und tauchte während unserer damaligen Reisen nicht mehr am Horizont auf.

Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben und wollte eigentlich nach Hakone, als er plötzlich am Horizont auftauchte. Ein Glück.

Erlebnisse sind doch immer am schönsten, wenn man sie teilen kann. Da wir während unserer gesamten Reise schon sehr spontan gewesen waren, gab es kein Grund damit zu brechen und so blieben wir in Susono hängen, damit wir den Anblick den Fuji noch eine Weile genießen konnten.

Um ehrlich zu sein, ging dieser Wunsch von mir aus, denn die Besteigung des Fuji war ein gigantisches Erlebnis. Es hat mich über meine Grenzen hinauswachsen lassen und ich ein Stück weit zu mir selbst finden lassen. Bis heute begegne ich dem Fuji daher tatsächlich mit großer Freude und tiefem Respekt, denn der Aufstieg hat mich damals an meine Grenzen gebracht – körperlich wie emotional.

Wir entschieden uns daher zu einer weiteren typisch japanischen Aktivität. Wir suchten ein öffentliches Bad auf. Dieses bot einem einen Blick auf den Fuji.

Ausblick auf den Fuji-san

Hakone (箱根町)

Unsere Reise neigt sich langsam dem Ende entgegen. Dennoch wollte ich Hakone (箱根町) eine zweite Chance geben. Hakone ist eine Kleinstadt in der Präfektur Kanagawa und ein ziemlich beliebter Kurort. Auch bei Touristen ist er sehr beliebt, die dafür sorgten, dass mir Hakone in nicht so guter Erinnerung geblieben ist.

Das erste Mal war ich im Sommer 2010 in Hakone und war ziemlich erschrocken über die Vielzahl der Touristen, die sich in diese kleine Stadt drängen. Kein Wunder, denn damals war ich zur Hauptsaison dort. Nun, zur Nebensaison, wollte ich der Stadt noch eine zweite Chance geben.

Leider ist alles ziemlich touristisch. Von den vielen, vielen Souvenirläden, den mit Touristenbooten übersäten Ashi-See, über einen vollkommen überlaufenen Hakone-Schrein (Hakone-jinja, 箱根神社), bis hin zu der Tatsache, dass die meisten Geschäfte und Restaurants um 17 Uhr zumachen. Das lässt eigentlich kein gutes Haar an der Kleinstadt nahe der Fuji-sans.

Hakone Schrein
Hakone Schrein

Allerdings gibt es einen kleinen Lichtblick. Denn ich habe hier auch einen kleinen Tempel entdeckt, der schöner nicht hätte sein können. Es handelt sich hierbei um den Chōan-ji (長安寺).

Das Tempelgebäude liegt an einem kleinen Fluss und neben dran erstreckt sich ein Wald, der übersät ist mit kleinen, ganz unterschiedlichen Buddhafiguren. Diese sind Treppenförmig über den Wald verteilt. Ein gigantischer Anblick. Und wieder ist da dieses Gefühl, dass mich auf unserer Reise schon ein paar Mal überfallen hat. Wieder bin ich überwältigt von der Schönheit des Ortes und überrascht von der Andersartigkeit dieses Schreins.

Und vielleicht sollte ich Hakone noch eine weitere Chance geben.

Chōan-ji
Chōan-ji
Chōan-ji

Yokohama (横浜市)

Yokohama (横浜市) sollte als nächstes auf unserer Route stehen. Ähnlich wie Hakone bei mir, ist diese Stadt meinem Lieblingsmenschen in nicht ganz so guter Erinnerung geblieben. Manchmal ist das einfach so und man kann gar nichts dafür. In manchen Fällen kann man nicht mal unbedingt erklären, warum man eine Abneigung entwickelt hat.

Ich hingegen hatte Yokohama in guter Erinnerung und wollte noch einmal hin. Die ideale Gelegenheit für meinen Lieblingsmenschen seine Meinung zu ändern. Ob unser jetziger Besuch das jedoch geschafft hat, wage ich ein wenig zu bezweifeln.

Yokohama ist, auch wenn man es ihr nicht ansieht, die zweitgrößte Stadt Japans und eine wichtige Industrie- und Handelsstadt. Meiner Meinung nach merkt man ihr dies jedoch nicht unbedingt an. Ich habe auch das Gefühl, dass man sich hier selbst nicht so wichtig nimmt. Allein deswegen ist mit Yokohama grundsympathisch.

Yokohama
Yokohama

Narita (成田市)

Für unsere letzte Station wollte ich – wohl aus nostalgischen Gründen – noch einmal Halt in Narita (成田市) machen. Ich liebe die Altstadt und finde, dass Narita oft unterschätzt wird. Das hängt aber natürlich auch damit zusammen, dass ich ganz in der Nähe studiert habe und deshalb wohl einen anderen Blick auf die Stadt habe.

Den meisten wird die Stadt wohl nur aufgrund des riesigen internationalen Flughafens sein. Das ist ziemlich schade, denn die Stadt hat viel mehr zu bieten.

Neben der traditionellen Einkaufsstraße, lohnt sich ein Besuch beim Narita-san (成田山) oder Shinshō-ji (新勝寺). Der buddhistische Tempel wurde im Jahr 940 gegründet. Viel schöner ist jedoch eigentlich der weitläufige Park hinter dem Tempel.

Der lädt mit seinen Teichen und Wasserfällen, Blumenbeeten und Rasenflächen zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Hier kannst du auch gut den Touristenmassen entfliehen, die nur für den Tempel hergekommen sind.

Narita-san in Narita
Park am Narita-san
Pagode im Park am Narita-san

Rückblickend betrachtet, kann ich gar nicht glauben, wie viel wir in diesen zwei Wochen erlebt haben und wie vielseitig dieses Land ist. Japan schafft es dann doch immer wieder mich zu überraschen.

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